USA sanktionieren Irans Außenminister | Aktuell Welt | DW | 31.07.2019
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Atomkonflikt

USA sanktionieren Irans Außenminister

"Genug ist genug": Das Weiße Haus nimmt im Streit um das Atomprogramm des Iran nun auch dessen Chefdiplomaten Sarif ins Visier. Dieser reagiert umgehend darauf - mit Sarkasmus.

Mohammed Dschawad Sarif (Reuters/A. Fadnavis)

Gilt als eher moderate Stimme in Teheran: Mohammed Dschawad Sarif

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump setzt den iranischen Außenminister Mohammed Dschawad Sarif auf die Sanktionsliste: Seine Bankkonten und Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten seien eingefroren worden, teilte das Weiße Haus mit. US-Bürgern würden jegliche Geschäfte mit ihm untersagt. Zudem solle Sarif an Auslandsreisen gehindert werden.

Der iranische Außenminister sei "das internationale Gesicht dieses Regimes", hieß es aus Washington zur Begründung. Er führe "die Propaganda und die Desinformationskampagnen zur Unterstützung von Teherans Nuklearprogramm, ballistischen Raketen und Terrornetzwerken" an.

"Inakzeptabel"

Damit setze Sarif die "rücksichtslose Agenda" des geistlichen Oberhaupts Ayatollah Ali Chamenei um, sagte US-Finanzminister Steven Mnuchin. "Die USA senden die eindeutige Botschaft an das iranische Regime, das dessen jüngstes Verhalten vollkommen inakzeptabel ist." 

Iran 2010 Bau Atomkraftwerk in Bushehr (Getty Images/IIPA )

Atomanlage im iranischen Buschehr (Archivbild)

Die neuen Sanktionen dürften die Spannungen zwischen Washington und Teheran weiter verschärfen. Bereits im Mai 2018 waren die USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran einseitig ausgestiegen. Seitdem wollen sie die Islamische Republik dazu zwingen, einem neuen Atomdeal mit härteren Auflagen zuzustimmen. Erklärtes Ziel ist es, den Iran am Bau von Nuklearwaffen zu hindern.

"Wirkungslos"

Sarif bezeichnete die gegen ihn verhängten Maßnahmen als "wirkungslos". Er und seine Familie hätten keinerlei Besitz außerhalb des Irans, twitterte er. "Danke, dass sie mich als so eine große Bedrohung ihrer Agenda wahrnehmen", schrieb der Außenminister in sarkastischem Tonfall.

wa/cw (dpa, afp)

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