USA rücken näher an die Seite Indiens | Amerika - Die aktuellsten Nachrichten und Informationen | DW | 20.03.2021
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Geopolitik

USA rücken näher an die Seite Indiens

Beim Besuch des US-Verteidigungsministers in Delhi sitzt ein unsichtbarer Dritter am Tisch: China wird von beiden Staaten zunehmend als Rivale wahrgenommen.

Indien | US Vertiedigungsminister Lloyd Austin trifft Amtskollege Rajnath Singh

Schulterschluss: US-Verteidigungsminister Lloyd Austin (links) mit seinem indischen Kollegen Rajnath Sing

Die USA und Indien wollen in Verteidigungsfragen enger zusammenarbeiten. Der neue US-Verteidigungsminister Lloyd Austin sagte bei einem Besuch in Neu Delhi, eine "freie und offene" Indopazifik-Region gehöre zu den Prioritäten von Präsident Joe Biden. Austin kam unter anderem mit dem indischen Präsidenten Narendra Modi und Verteidigungsminister Rajnath Singh zusammen.

Modi nannte die Partnerschaft zwischen beiden Ländern eine "Kraft des globalen Guten". Angesichts des Erstarkens Chinas arbeiten die USA und Indien schon seit einigen Jahren in Verteidigungsangelegenheiten enger zusammen. Indiens Verhältnis zum Nachbarn China ist angespannt, nachdem es im vergangenen Sommer zu einem tödlichen Zwischenfall an der gemeinsamen Grenze im Himalaya gekommen war.

Waffen für 20 Milliarden Dollar

Die beiden Verteidigungsminister sprachen offiziellen Angaben zufolge auch über gemeinsame Militärübungen sowie Bereiche wie Logistik, künstliche Intelligenz und Cyber-Aktivitäten. Die USA haben Indien nach Angaben des US-Außenministeriums seit 2008 Rüstungsgüter für mehr als 20 Milliarden Dollar (etwa 16,7 Milliarden Euro) verkauft. Indien mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern hat eigentlich eine Tradition der Blockfreiheit.

US Vertiedigungsminister Lloyd Austin zu Besuch in Inien

US-Verteidigungsminister Austin sprach in Indien auch über gemeinsame Militärübungen

Vor seinem Besuch in Indien war Austin bereits mit Außenminister Antony Blinken in Japan und Südkorea. Blinken hatte am Freitag seinen chinesischen Amtskollegen Wang Yi im US-Bundesstaat Alaska getroffen. Dabei war es zu ungewöhnlich scharfen Wortwechseln vor laufenden Kameras gekommen.

jj/mak (dpa, afp)