USA: Impf-Nachfrage steigt mit neuer Corona-Welle | Aktuell Amerika | DW | 02.08.2021
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Pandemie

USA: Impf-Nachfrage steigt mit neuer Corona-Welle

Im Juni war die Impfkampagne in den Vereinigten Staaten ins Stocken geraten. Doch nun zeigt sich plötzlich ein Trend, der Präsident Joe Biden gefallen dürfte.

Zuletzt waren in den USA nur rund eine halbe Million Spritzen mit Corona-Impfstoffen pro Tag verabreicht worden. Der Trend kehrte sich nun jedoch angesichts der neuen Corona-Welle, die auf die besonders ansteckende Delta-Variante zurückgeführt wird, wieder um. Am Sonntag wurden 816.000 Impfungen verabreicht, darunter 517.000 Erstimpfungen, wie Cyrus Shahpar, ein leitender Beamter des Weißen Hauses auf Twitter schrieb.

"Gute" und "schlechte" Zahlen gehen hoch 

Die jüngsten Daten zeigten einen "steten Anstieg", erklärte Shahpar. Nach seinen Angaben lagen auch die Impfzahlen der vorangegangenen Tage deutlich über jenen der Vorwoche. Am Samstag etwa seien es 712.000 Dosen gewesen, ein Anstieg um 77 Prozent. Am Freitag habe es ein Plus von 43 Prozent gegeben. Im April waren täglich noch gut drei Millionen Vakzin-Dosen verabreicht worden.

USA Treffen zwischen US-Präsident Biden und den kubanischen Amerikanern im Weißen Haus

Joe Biden: "Impfungen sind die allerbeste Verteidigung, um nicht schwer an COVID-19 zu erkranken"

Die Zahl der im Wochendurchschnitt pro Tag registrierten Neuinfektionen, die im Juni zeitweise auf 11.000 gefallen war, liegt inzwischen wieder bei 72.000. Die Zahl der Neuinfektionen steigt zwar landesweit an, aber besonders betroffen sind Bundesstaaten mit geringerer Impfquote, darunter zum Beispiel Louisiana und Florida.

70-Prozent-Ziel geschafft

In den USA sind bislang fast 50 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft, rund 58 Prozent haben mindestens die erste Spritze bekommen. US-Präsident Joe Biden hatte im Frühjahr das Ziel ausgegeben, dass bis zum Nationalfeiertag am 4. Juli 70 Prozent der Erwachsenen mindestens die erste Impfung erhalten haben sollten.

Das Ziel wurde trotz reichlicher Vorräte und Impfanreizen knapp verfehlt, es wurden lediglich 67 Prozent. Nun, etwa einen Monat später, ist es aber so gut wie geschafft: der jüngste Anstieg bei den Impfungen ließ die Quote unter Erwachsenen in den USA bis Sonntag auf 69,9 Prozent steigen.

haz/wa (dpa)

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