US-Zeitungen kontern Trump unter #freepress: ″Journalisten sind nicht der Feind″ | Aktuell Welt | DW | 16.08.2018
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Pressefreiheit

US-Zeitungen kontern Trump unter #freepress: "Journalisten sind nicht der Feind"

Dass US-Präsident Trump sich mit den Medien und der Pressefreiheit schwer tut, ist bekannt. Jetzt wehren sich Zeitungen aus den ganzen USA gegen seine fortwährenden Attacken.

In Leitartikeln beziehen sie Position gegen die von Trump immer wieder neu erhobene Anschuldigung, "Fake News" zu verbreiten. Aufgerufen zu der Aktion hatte die Zeitung "Boston Globe" zu der Aktion.

Nicht jeder Kritiker ist gleich ein Feind

Nach Angaben des "Globe" beteiligten sich bislang etwa 350 Medien an der Aktion. Freie Medien durch staatlich kontrollierte zu ersetzen, sei stets eine der ersten Ziele eines korrupten Regimes bei der Machtübernahme in einem Land, schrieb der "Globe". Trump verbreite unter anderem die Lüge, dass Medien, die seine Regierungspolitik nicht unterstützten, schon deshalb automatisch "Feinde des Volkes seien".

Dieser unerbittliche Angriff auf die freie Presse habe gefährliche Folgen, schrieb das Blatt. Im Leitartikel heißt es weiter: Die Größe Amerikas beruhe auch auf der Freiheit der Presse. Sich wie Trump gegen die Medien zu wenden, sei "unamerikanisch" und widerspreche einer seit zwei Jahrhunderten in den USA gepflegten Kultur. 

"Wir sind Ihre Nachrichten"

Klar Stellung gegen Trump bezog auch die "Syracuse New Times" aus dem Bundesstaat New York. Dort heißt es: "Wir sind nicht der Feind des Volkes. Wir sind das Volk. Wir sind nicht Fake News. Wir sind Ihre Nachrichten und wir arbeiten Tag und Nacht hart, damit wir die Fakten richtig berichten."

Die renommierte "New York Times" forderte in ihrem Kommentar die Leser auf, Lokalzeitungen zu abonnieren. Einige Medienhäuser zeigten sich jedoch auch kritisch. Das konservative "Wall Street Journal" etwa warnte in einem Kommentar in den Tagen vor Veröffentlichung der Leitartikel, dass eben eine solche abgestimmte Aktion nicht den Eindruck von Unabhängigkeit der Redaktionen erwecke.

haz/ehl (dpa, rtr)

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