US-Truppen am Golf sind ″sehr gefährlich″ | Aktuell Nahost | DW | 25.05.2019
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Konflikt mit Iran

US-Truppen am Golf sind "sehr gefährlich"

Inmitten der wachsenden Spannungen mit dem Iran verlegt der US-Präsident zusätzliche Soldaten nach Nahost - und schickt gleich ein paar Drohungen hinterher. Die Reaktionen aus Teheran ließen nicht lange auf sich warten.

USA New York Asia Society | Mohammed Dschawad Sarif, Außenminister Iran (picture-alliance/AP Photo/R. Drew)

Unser Archivbild zeigt Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif bei einer Konferenz in New York

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif sagte, die verstärkte US-Militärpräsenz in der Region sei "sehr gefährlich" und "eine Gefahr für den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit". Dieser Gefahr müsse der Iran "entgegentreten", sagte Sarif der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Die Begründung der Amerikaner, durch iranische Kräfte anhaltend bedroht zu sein, sei absurd.

Das iranische Militär warnte die USA vor unüberlegten Handlungen und drohte mit dem Angriff auf amerikanische Kriegsschiffe. Sollten die USA nur die geringste Dummheit begehen, werde der Iran die entsandten US-Schiffe samt ihrer Besatzung und ihren Flugzeugen versenken, sagte ein Vertreter der Militärführung.

US Truppen im Persischen Golf (Imago/ZUMA Press/USMC/Cpl. D. Morgan)

US-Truppen am Persischen Golf (Archiv)

"Nur zum Schutz"

Am Freitag hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, rund 1500 zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden. Sie sollten dort vorwiegend "schützende" Aufgaben übernehmen, sagte Trump. Die USA haben bereits einen Flugzeugträger samt Begleitverband, Langstreckenbomber und Flugabwehrraketen in die Region verlegt. Derzeit sind im Nahen und Mittleren Osten zwischen 60.000 und 80.000 Soldaten stationiert.

In den vergangenen Wochen hatte die US-Regierung mehrfach vor einer akuten "Bedrohung" für ihre Truppen in der Golfregion gewarnt. Nach Angaben von Regierungsvertretern in Washington soll diese Gefahr von irakischen Milizen ausgehen, die von den iranischen Revolutionsgarden befehligt würden. Trump hatte dem Iran vor einigen Tagen mit der Vernichtung des Landes gedroht. "Wenn der Iran kämpfen will, wird dies das offizielle Ende des Iran sein. Bedroht nie wieder die USA", schrieb Trump bei Twitter.

rb/djo (afp, ap, dpa, rtr)

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