US-Repräsentantenhaus hebt Schuldengrenze an | Aktuell Amerika | DW | 13.10.2021
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages
Anzeige

Vereinigte Staaten von Amerika

US-Repräsentantenhaus hebt Schuldengrenze an

Der Präsident will das Gesetz schnellstmöglich unterzeichnen. Das eigentliche Problem ist damit nur um wenige Monate aufgeschoben - und längst nicht gelöst.

US-Repräsentantenhaus

Weil die Demokraten im US-Repräsentantenhaus eine Mehrheit haben, galt die Zustimmung als Formsache (Archivbild)

Die Abgeordneten des US-Repräsentantenhauses haben einer Anhebung der Schuldenobergrenze zugestimmt und damit eine Zahlungsunfähigkeit der größten Volkswirtschaft der Welt vorerst abgewendet. Die 219 Abgeordneten der US-Demokraten - die die Mehrheit im Repräsentantenhaus haben - stimmten geschlossen für den Vorschlag. Damit wird das Schuldenlimit um 480 Milliarden Dollar (umgerechnet 416 Milliarden Euro) erhöht.

Experten gehen davon aus, dass die Maßnahme Zeit bis Mitte Dezember oder Anfang Januar schafft, bevor auch die erhöhte Schuldengrenze erreicht wird. Zunächst war mit Anfang Dezember gerechnet worden. Der US-Senat hatte bereits vergangene Woche für die Anhebung votiert.

Stichtag: 18. Oktober

Der Beschluss kam nur wenige Tage vor dem Stichtag am 18. Oktober. Dann wären die USA erstmals in ihrer Geschichte nicht mehr in der Lage gewesen, ihre Schulden zu begleichen. Neben der Schuldenobergrenze muss sich der Kongress bis Anfang Dezember auch auf einen neuen Haushalt einigen, wenn er eine Lähmung der Bundeseinrichtungen, den so genannten "Shutdown", vermeiden will.

Während das Schuldenlimit in den vergangenen Jahrzehnten unter Präsidenten beider Parteien dutzende Male ausgesetzt oder angehoben wurde, stellten sich die Republikaner jetzt quer. Die Partei blockiert mit ihrer Sperrminorität im Senat eine langfristige Aussetzung der Schuldenobergrenze über den normalen Gesetzesweg. Die Demokraten warfen den Republikanern vor, mit ihrer Blockade Bidens politische Agenda verhindern und vor der Kongresswahl im kommenden Jahr Chaos stiften zu wollen.

jj/fw (dpa, afp)