US-Präsident Trump lobt neues Freihandelsabkommen USMCA | Aktuell Amerika | DW | 01.10.2018
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Handelsabkommen

US-Präsident Trump lobt neues Freihandelsabkommen USMCA

US-Präsident Donald Trump das neue Freihandelsabkommen mit Mexiko und Kanada in höchsten Tönen gelobt. Der neue Vertrag, der das bisherige NAFTA-Abkommen ersetzt, werde zu tausenden Arbeitsplätzen in den USA führen.

Präsident Donald Trump hat das neue Handelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada als das größte und wichtigste in der Geschichte der USA bezeichnet. "Mit dem Abkommen wird ein Waren- und Güteraustausch im Umfang von fast 1,2 Billionen (Dollar) geregelt, was es zum größten Handelsabkommen in der Geschichte der Vereinigten Staaten macht", erläuterte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus (Bild oben). Er hoffe den Vertrag bis Ende November zu unterzeichnen.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau nannte er einen "guten Mann". Die Spannungen, die es zwischen ihm und dem kanadischen Regierungschef in der Vergangenheit in Handelsfragen gab, seien "beendet", so Trump. Das neue Abkommen mit dem Namen United States-Mexico-Canada Agreement (USMCA) wird das North American Free Trade Agreement (NAFTA) ersetzen, das Trump als "Katastrophe" bezeichnet hatte.

Containerhafen von Vancouver, Kanada (picture alliance/imageBROKER)

Containerhafen von Vancouver, Kanada

Verhandlungsmarathon

Nach 11-stündigen Verhandlungen hatten sich die Unterhändler der USA und Kanadas auf die neuen Rahmenbedingungen verständigt. Danach soll den USA ein deutlich besserer Zugang zum kanadischen Milchmarkt gewährt werden, wie Teilnehmer der kanadischen Verhandlungsdelegation mitteilten. 2,6 Millionen kanadische Fahrzeuge sollen im Gegenzug von US-Importzöllen befreit bleiben. Die von den USA erhobenen Abgaben auf Stahl und Aluminium bleiben aber vorerst in Kraft. "Das ist ein vollkommen anderes Thema", sagte ein US-Regierungsvertreter. Nach kanadischen Regierungsangaben wird das bisherige Schiedsverfahren bei Handelsstreitigkeiten im Abkommen beibehalten. Dies hatte Ottawa gefordert. 

Freiere Märkte und kräftiges Wachstum

Das Drei-Länder-Abkommen werde zu "freieren Märkten, fairerem Handel und kräftigem Wirtschaftswachstum in unserer Region" führen, erklärten der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer und Kanadas Außenministerin Chrystia Freeland in einer gemeinsamen Stellungnahme. 

Trump hatte vor mehr als einem Jahr das alte Abkommen für beendet erklärt und Neuverhandlungen durchgesetzt, weil er eine Benachteiligung für die USA beklagte. Die größte Volkswirtschaft der Welt hat sowohl mit Mexiko als auch mit Kanada ein erhebliches Handelsdefizit.

In den vergangenen Monaten gerieten die Gespräche mehrfach ins Stocken. Trump setze als letzte Frist für eine Einigung dann Sonntag Mitternacht Ortszeit (Montag, 06.00 Uhr MESZ). Andernfalls wollte er die Ende August bereits mit Mexiko erreichte Vereinbarung vorantreiben und Kanada außen vor lassen.

Ein guter Tag für Kanada

Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau meinte nach der Übereinkunft: "Das ist ein guter Tag für Kanada." Mexikos Außenminister Luis Videgaray sprach von einer guten Nacht für Mexiko und Nordamerika.

Das NAFTA-Abkommen war 1994 zwischen den USA, Kanada und Mexiko geschlossen worden und regelt eine der größten Freihandelszonen der Welt. Es betrifft fast 500 Millionen Menschen und deckt ein Gebiet mit einer Wirtschaftsleistung von knapp 23 Billionen Dollar ab. Das Handelsvolumen der USA mit den beiden Nachbarstaaten hat sich seit 1994 fast vervierfacht.

uh/rb (rtr, dpa, afp)

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