US-Polizisten halten iPhone für Waffe und erschießen Schwarzen | Aktuell Amerika | DW | 22.03.2018
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USA

US-Polizisten halten iPhone für Waffe und erschießen Schwarzen

In Kalifornien haben Polizisten einen unbewaffneten Afroamerikaner im Garten seiner Großmutter erschossen. Statt einer Waffe wurde bei der Leiche lediglich ein Smartphone gefunden.

USA - Bewaffnete Polizisten (Getty Images/AFP/J. Samad)

Der Vorfall hat die Debatte über Polizeigewalt gegen Afroamerikaner in den USA wieder in Gang gesetzt (Symbolbild)

"Zum Zeitpunkt der Schussabgabe glaubten die Polizisten, dass der Verdächtige eine Waffe auf sie richtete", teilte die Polizei in Sacramento mit. Bei dem Toten sei jedoch lediglich ein weißes iPhone gefunden worden.

20 Schüsse hatten die Polizisten auf den 22-Jährigen abgegeben, der vor ihnen zum Haus seiner Großeltern geflüchtet war, wo er wohnte. Der Vorfall, über den US-Medien am Donnerstag berichteten, geschah bereits am Sonntagabend nach Einbruch der Dunkelheit.

Polizei erhielt Notruf wegen Autoeinbrüchen

Die Beamten waren einem Notruf wegen mehrerer Autoeinbrüche in der Nachbarschaft gefolgt. In der Annahme, dass der Flüchtende der Täter sei, verfolgten sie ihn mit Unterstützung eines Helikopters.

Am Mittwoch wurden das Material der Körperkameras der Polizisten sowie die Luftaufnahmen eines Helikopters veröffentlicht. Zu sehen ist, wie die Beamten das Feuer auf den jungen Mann eröffnen, ohne dass sie sich als Polizisten zu erkennen gaben.

In den USA gibt es seit langem eine Debatte um Polizeigewalt gegen Schwarze. Unter dem Schlagwort "Black Lives Matter" hat sich seit einigen Jahren eine nationale Protestbewegung formiert.

uh/jj (dpa, afp)

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