US Open: Geschlagener Roger Federer muss warten | Sport | DW | 04.09.2019
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Tennis

US Open: Geschlagener Roger Federer muss warten

Wieder wird es nichts mit Grand-Slam-Titel Nummer 21: Tennis-Legende Roger Federer schafft es auch bei den US Open in New York nicht und scheidet im Viertelfinale aus - auf besonders ärgerliche Art und Weise.

Am Ende war er einfach nur niedergeschlagen, der Frust über die Niederlage im Viertelfinale der US Open schmerzte offenbar viel mehr als der angeschlagene Nacken, der hauptverantwortlich für sein Ausscheiden gegen den Bulgaren Grigor Dimitrow war. "Es ist natürlich sehr enttäuschend", sagte der Rekord-Grand-Slam-Champion und gab sich anders als sonst sehr wortkarg. Sein Ziel war eigentlich Major-Titel Nummer 21 gewesen, der sechste bei den US Open und der erste in New York seit 2008. Nachdem sich zwei Tage zuvor Top-Favorit Novak Djokovic verletzungsbedingt bereits im Achtelfinale verabschiedet hatte, schienen die Chancen für den 38-jährigen Federer sehr gut zu stehen.

Zumindest der Weg ins Finale - wahrscheinlich gegen den Spanier Rafael Nadal - schien frei. Doch dann streikte auch Federers Körper: Während der Weltranglisten-Erste Djokovic wegen seiner Schulter aufgeben musste, wurde Federers sonst so leichtes und elegantes Spiel durch Schmerzen im oberen Rücken- und Nackenbereich beeinträchtigt.

Federer: "Umso enttäuschender"

"Ich habe es am Nachmittag gespürt, aber ich konnte spielen", erklärte Federer. Den ersten Satz gewann er mit 6:3. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Schmerzen aber immer größer. Der Schweizer versuchte, sich irgendwie ins Ziel zu retten, hatte aber, nachdem er den vierten Satz verloren hatte, keine Antworten mehr auf die Schläge des Bulgaren. Federer ließ sich vor dem entscheidenden Durchgang noch einmal außerhalb des Platzes behandeln, besser wurde es dadurch aber nicht mehr.

Tennis, US Open: Roger Federer gratuliert Grigor Dimitrow (picture-alliance/MAXPPP/Kyodo Foto)

Fairer Verlierer: Roger Federer (l.) gratuliert Grigor Dimitrow (r.) und lobt dessen gutes Spiel

Am Ende setzte sich Dimitrow, der gleich den ersten Matchball verwandelte, mit 3:6, 6:4, 3:6, 6:4 und 6:2 durch. Es war sein erster Erfolg gegen Federer im achten Duell. "Grigor hat es gut gemacht. Von daher sollte es um ihn und nicht um meinen Körper gehen", lobte Federer, ärgerte sich aber gleichzeitig über die verpasste Chance. Nach dem Viertelfinale hätte er aufgrund des Spielplans ganze zwei Tage Pause gehabt, genug Zeit, um zu regenerieren. "Ich weiß ziemlich genau, was für eine Art von Verletzung es ist. Es ist etwas, dass mich heute beschäftigen wird, morgen und vielleicht noch übermorgen. Dann wird es wieder gut sein", sagte Federer. "Das macht es noch enttäuschender, dass ich heute keinen Weg gefunden habe."

Keine Gedanken an Karriereende

Nun muss Federer auf Titel Nummer 21 mindestens bis zum Januar warten, wenn in Melbourne mit den Australian Open der nächste Grand Slam ansteht. Die Gelegenheiten, seinen Grand-Slam-Rekord auszubauen, werden weniger, auch wenn Federer sich selbst noch keinen Zeitpunkt gesetzt hat, an dem Schluss sein soll mit Profitennis: "Ich denke nicht an das Karriereende. Ich habe keine Pläne" sagte Federer im März in einem Interview mit ESPN, nachdem er sein 100. Profi-Turnier gewonnen hatte. "Es gab Gerüchte darüber, dass es bei den Olympischen Spielen in Tokio so weit sein könnte, aber das stimmt nicht."

Federer-Fans müssen sich also keine Sorgen machen. Ihr Tennis-Held hat in seiner Karriere schon oft bewiesen, dass er nach Rückschlägen umso stärker zurückkommen kann.

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