US-Notenbank warnt vor weiterer Inflationsgefahr | Aktuell Amerika | DW | 30.11.2021
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages
Anzeige

Wirtschaft

US-Notenbank warnt vor weiterer Inflationsgefahr

Dass die Inflation deutlich angezogen ist, merkt jedermann beim täglichen Einkauf. Während manche Experten in der Situation schon Entwarnung geben wollen, dämpft der US-Notenbankchef weiter die Stimmung.

Jerome Powell FED Chef US Notenbank

Notenbankchef Jerome Powell

Die derzeit hohe Inflation könnte nach Einschätzung von US-Notenbankchef Jerome Powell länger als ursprünglich erwartet andauern. Im kommenden Jahr dürfte sich der starke Preisauftrieb wieder verlangsamen und die Nachfrage dürfte in ein besseres Gleichgewicht kommen, heißt es in einer vorab veröffentlichten Rede, die Powell am Dienstag vor dem Bankenausschuss des Senats halten will.

Faktoren auch im nächsten Jahr 

"Es ist schwierig, die Fortdauer und die Auswirkungen der Lieferengpässe vorherzusagen. Aber es scheint derzeit so, dass Faktoren, die die Inflation antreiben, im nächsten Jahr fortbestehen werden", fügt Powell hinzu. Mit der rapiden Verbesserung am Arbeitsmarkt gehe außerdem die Flaute zurück und stiegen die Gehälter in einem deutlichen Tempo.

USA Benzinpreise schnellen in die Höhe

Deutliches Zeichen der Inflation: die hohen Benzinpreise, nicht nur - wie hier - in den USA

Der jüngste Anstieg der Covid-19-Fälle in Verbindung mit der neuen Omikron-Variante stelle Risiken für die Beschäftigung und das Wirtschaftswachstum sowie eine erhöhte Unsicherheit für die Inflation dar. Powell versprach, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) zu ihrem Preisstabilitätsziel stehe. Die Zentralbank werde die Konjunktur und den Arbeitsmarkt unterstützen sowie eine Preisspirale verhindern.

Bald die Zinswende?

Die Inflation ist inzwischen so hoch wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr. An den Märkten wird damit gerechnet, dass unter der Führung Powells im Juni 2022 die Zinswende eingeleitet wird. Dann könnte der geldpolitische Schlüsselsatz um einen Viertel Prozentpunkt angehoben werden. Derzeit wird er in einer Spanne von null bis 0,25 Prozent gehalten.

ml/fw (rtr, ap)

Die Redaktion empfiehlt