US-Mörder Charles Manson ist tot | Aktuell Amerika | DW | 20.11.2017
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Kriminalität

US-Mörder Charles Manson ist tot

Der als mehrfacher Mörder verurteilte US-Kriminelle Charles Manson ist tot. Der Sektengründer saß seit mehr als 40 Jahren im Gefängnis und galt als einer der berüchtigtsten Häftlinge der USA. 

Sein Name rief bis zuletzt Schaudern und Schrecken hervor: Der frühere Sektenführer Manson ist in einem Krankenhaus in Kern County im US-Bundesstaat Kalifornien eines natürlichen Todes gestorben. Dies teilte die kalifornische Gefängnisbehörde mit. Manson (Artikelbild) wurde 83 Jahre alt.

1969 hatte der damals 34-Jährige mehrere Anhänger zu einer brutalen Mordserie in Los Angeles angestiftet. Zu den insgesamt sieben Opfern zählte die hochschwangere Schauspielerin Sharon Tate, Ehefrau von Regisseur Roman Polanski. 

Sharon Tate mit ihrem Ehemann Roman Polanski (picture alliance/dpa)

Sharon Tate mit ihrem Ehemann Roman Polanski

Die "Manson Family" wurde in den 60er Jahren in Kalifornien gegründet. Manson sah in sich eine Wiedergeburt Christi und zettelte eine Serie von Morden an, um einen Krieg zwischen Weißen und Schwarzen in den USA zu provozieren.

Manson gilt als einer der berüchtigtsten Mörder der US-Geschichte. Er war nicht selbst am Tatort - im Mordprozess stellte ihn die Staatsanwaltschaft als satanisches Monster und Drahtzieher dar, dem seine Anhänger bedingungslos gefolgt seien. 

Der Leichnam der ermordeten Sharon Tate wird abtransportiert (picture-alliance/dpa)

Der Leichnam der ermordeten Sharon Tate wird abtransportiert

Für seine Rolle bei den Verbrechen war Manson ursprünglich zum Tode verurteilt worden. Dies wurde 1972 in lebenslange Haft umgewandelt, als Kalifornien für einige Jahre die Todesstrafe abschaffte. Eine Freilassung auf Bewährung wurde ihm bereits ein Dutzend Mal verwehrt, wie die "Los Angeles Times" schrieb. 

2015 wollte Manson im Corcoran State Prison eine damals 27-Jährige heiraten. Ein Gericht untersagte dies. Die Frau hatte bereits als Teenager zu ihm Kontakt aufgenommen, wie sie dem Magazin "Rolling Stone" sagte. 

stu/kle (afp, dpa)

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