US-Kunsthändler will Gemälde von de Kooning entdeckt haben | Kunst | DW | 24.07.2018
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Expressionismus

US-Kunsthändler will Gemälde von de Kooning entdeckt haben

Von so einem Wertzuwachs träumt jeder Riester-Sparer: Ein Kunsthändler erwarb vermeintlich wertlose Gemälde. Nun meint er, Werke des Expressionisten Willem de Kooning entdeckt zu haben - und hofft auf Millionen.

15.000 Dollar (rund 13.000 Euro) hatte der New Yorker Kunsthändler David Killen im vergangenen Jahr für mehrere Gemälde gezahlt, die in einem Lagerhaus in New Jersey verstaut waren. Es handelte sich um den Nachlass des Konservators Orrin Riley und dessen Partnerin Susanne Schnitzer. Killen, der im New Yorker Stadtteil Chelsea eine Galerie betreibt, habe keine großen Erwartungen gehabt: "Was ich zu sehen bekam, war im Grunde Müll, es war nichts Gutes dabei."

Als er dann aber Schließfächer geöffnet habe, sei er auf den mutmaßlich wertvollen Fund gestoßen, der mit der Aufschrift "De Kooning" versehen gewesen sei. Da die sechs Werke unsigniert waren, habe der Kunsthändler den Restaurator Lawrence Castagna beauftragt, der für Riley und de Kooning gearbeitet hatte. Dieser bestätigte Killens Eindruck: Die Gemälde glichen exakt den Arbeiten de Koonings aus den 1970er Jahren. Er merkte aber auch an, dass seine Meinung nicht die eines Experten sei. "Das muss nichts heißen. Das ist lediglich meine Meinung." 

Der Maler und Bildhauer Willem de Kooning auf einem schwarz-weiß-Foto. (picture-alliance/dpa)

Expressionist de Kooning

De Kooning für 56 Millionen Euro

Willem de Kooning kam 1904 in Rotterdam zur Welt und siedelte 1926 nach New York über, wo er ab den 1940er Jahren zu einem der bedeutendsten Vertreter des abstrakten Expressionismus aufstieg. Im Jahr 2016 versteigerte das Auktionshaus Christie's de Koonings Bild "Untitled XXV" (siehe Foto oben) für 66,3 Millionen Dollar (rund 56,6 Millionen Euro). Wie die angeblichen Zufallsfunde aus dem Lagerraum stammte das Werk aus den 70er Jahren.

Auch eine Arbeit des Modernisten Paul Klee soll unter den Gemälden sein. David Killen will die Werke Ende des Jahres versteigern lassen. Nach eigener Aussage hofft er auf einen Millionengewinn.

tla/bb (afp, nypost.com, guardian.co.uk)

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