US-Botschafter Grenell wird Geheimdienst-Direktor | Aktuell Amerika | DW | 20.02.2020
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages
Anzeige

Diplomatie

US-Botschafter Grenell wird Geheimdienst-Direktor

Der amerikanische Präsident schätzt Loyalität und belohnt jene, die trotz aller Kritik zu ihm stehen. Davon profitiert nun der US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell. Er wechselt für einen Top-Job nach Washington.

Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell (Artikelbild), wird neuer geschäftsführender Geheimdienstkoordinator im Weißen Haus. Das teilte US-Präsident Donald Trump über Twitter mit. "Rick hat unser Land äußerst gut repräsentiert, und ich freue mich darauf, mit ihm zu arbeiten", schrieb Trump dazu.

Grenell folgt damit auf den amtierenden Koordinator Joseph Maguire, der im August Dan Coats auf dem Posten abgelöst hatte. Grenell gilt als extrem loyal zu Trump und rühmt sich immer wieder eines guten Drahtes ins Weiße Haus. Während seiner Zeit als Botschafter in Deutschland machte Grenell immer wieder Schlagzeilen - mit polarisierenden Äußerungen und scharfer Kritik an der deutschen Regierungspolitik, die für einen Diplomaten ungewöhnlich ist.

Vom Senat nicht bestätigt

Der Direktor der Nachrichtendienste (DNI) hat die Aufgabe, die verschiedenen US-Geheimdienste zu koordinieren. Maguire hatte den Posten ebenfalls nur geschäftsführend inne - das heißt, er ist für die Aufgabe nicht vom Senat bestätigt worden. Deswegen kann er nach einem Bericht der "New York Times" nur noch maximal bis 12. März im Amt bleiben. Coats hatte den Spitzenposten seit März 2017 inne. Gegen Ende seiner Amtszeit wurden immer wieder Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und Trump öffentlich erkennbar, unter anderem in Bezug auf den Konflikt mit dem Iran.

Grenell, der der Republikanischen Partei angehört, hatte in Berlin unter anderem für Irritationen gesorgt, als er Firmen kritisierte, die mit dem Iran Geschäfte abwickelten oder am Bau der Pipeline Nordstream 2 beteiligt sind.

ml/mak (dpa, rtr)

Die Redaktion empfiehlt

Anzeige