US-Außenminister Pompeo reist mit Sondergesandtem nach Nordkorea | Aktuell Welt | DW | 23.08.2018
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Nordkorea-Politik der USA

US-Außenminister Pompeo reist mit Sondergesandtem nach Nordkorea

Beim dritten Besuch binnen weniger Monate sollen "Fortschritte" erzielt werden, sagte Mike Pompeo. Begleitet wird der Chefdiplomat der USA vom neuen Sonderbeauftragten für Nordkorea-Politik, Stephen Biegun.

Mike Pompeo setzt sich mit ganzer Kraft dafür ein, dass die Initiative seines Präsidenten nicht im Sand verläuft. Seit dem Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un am 12. Juni in Singapur war der Außenminister bereits zweimal für Gespräche in dem kommunistischen Land.

Ziel der jetzt anstehenden Reise sei es, "weitere diplomatische Fortschritte zu erzielen", sagte Pompeo in Washington. Zugleich stellte er den neuen Sonderbeauftragten der US-Regierung für Nordkorea vor: Stephen Biegun.

USA Vertreter des Außenministers für Nordkorea Steve Biegun (Getty ImagesAFP/N. Kamm)

Stephen Biegun soll die Nordkorea-Politik der USA leiten

Ex-Politiker und Ex-Automanager

Der 55-Jährige kehrt nach einem Ausflug in die Automobilindustrie in die große Politik zurück. Vor seiner 14-jährigen Tätigkeit beim Autohersteller Ford hatte Biegun mehr als zehn Jahre lang politische Ämter inne. Unter anderem war er außenpolitischer Berater diverser US-Abgeordneter und gehörte von 2001 bis 2003 zum Stab des Nationalen Sicherheitsrates des damaligen US-Präsidenten George W. Bush.

Außenminister Pompeo sagte, Bieguns Aufgabe sei es, Präsident Trumps Ziel einer vollständigen, überprüfbaren und unumkehrbaren atomaren Abrüstung Nordkoreas umzusetzen. Pjöngjang müsse die Versprechen von Machthaber Kim Jong Un umsetzen, so Pompeo.

Schwierig, aber machbar

Biegun erklärte, die Probleme seien schwierig und es werde schwer sein, sie zu lösen. Allerdings habe Präsident Trump eine Gelegenheit geschaffen, die genutzt werden müsse, um eine friedliche Zukunft für das nordkoreanische Volk zu sichern.

Beim viel beachteten Gipfeltreffen von Kim und Trump am 12. Juni in Singapur hatte der nordkoreanische Machthaber zwar einer "Denuklearisierung" seines Landes zugestimmt, genauere Definitionen, ein Zeitplan oder Kontrollmaßnahmen wurden jedoch nicht genannt. Deshalb wurde die Vereinbarung vielfach auch als zu vage kritisiert.

Donald Trump und Kim Jong Un Singapur (Reuters/K. Lim)

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump am 12. Juni in Singapur

Gefährlicher Konfliktherd

Der Streit um das nordkoreanische Atomwaffen- und Raketenarsenal gilt als einer der gefährlichsten Konflikte der Welt. Seit Jahren versucht die internationale Gemeinschaft, die Führung in Pjöngjang zum Verzicht auf die atomare Aufrüstung zu bewegen. Trump hatte mit der bisherigen US-Linie gebrochen, indem er ohne Umschweife mit dem nordkoreanischen Staatschef zu einem Gipfeltreffen zusammenkam.

Die Internationale Atomenergiebehörde hatte Nordkorea zuletzt attestiert, keine spürbaren Anstrengungen zu unternehmen, sein atomares Arsenal zu verringern. Allerdings hatte es kleinere Fortschritte auf anderer Ebene gegeben. So hatten sich etwa beide koreanischen Staaten auf Möglichkeiten der Familienzusammenführung verständigt.

mak/nob (dpa, afp, rtr)

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