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US-Armee beendet Ebola-Einsatz

11. Februar 2015

Die US-Regierung holt fast alle 1300 Soldaten aus dem Einsatz gegen die Ebola-Seuche in Westafrika zurück. Hoffnungen auf Abschwächung der Epidemie haben indes einen Rückschlag erlitten.

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Vom Ebola-Einsatz zurückkehrender US-Soldat (Foto: AP)
Bild: AP

Der Abzug der Soldaten werde bis Ende April abgeschlossen sein, teilte das Weiße Haus in Washington mit. US-Präsident Barack Obama hatte die Entsendung von Soldaten zur Hilfe bei der Bekämpfung der Ebola-Epidemie im September vergangenen Jahres angeordnet.

Zu Hochzeiten waren knapp 3000 US-Soldaten im Einsatz, vor allem in Liberia. Sie leisteten logistische Unterstützung, halfen bei der Schulung von medizinischem Personal und beim Bau von Krankenstationen. Das US-Militär bezeichnete den rund fünfmonatigen Einsatz nach Medienberichten als erfolgreich abgeschlossen. Etwa 100 US-Militärangehörige werden nach dem Abzug des Hauptkontingents in Westafrika bleiben, um weiter beim Kampf gegen die Viruserkrankung zu helfen.

Ebola-Hilfsstation der Bundeswehr und des Roten Kreuzes in Liberia (Foto: Bundeswehr/Dennis Kraft)
Ebola-Hilfsstation der Bundeswehr und des Roten Kreuzes in LiberiaBild: Bundeswehr/Dennis Kraft

Neuer Anstieg der Krankheitsfälle

Anfang des Jahres war die Zahl der Ebola-Neuinfektionen in Liberia, Sierre Leone und Guinea gesunken. Hoffnungen auf eine Trendwende beim Verlauf der Epidemie erwiesen sich jetzt jedoch als vorschnell. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden wieder mehr Erkrankungen und Todesfälle registriert.

Binnen weniger Tage wurden in den drei Ländern rund 300 neue Ebola-Fälle und 150 Tote gezählt, wie die WHO in Genf mitteilte. Aktuell gehen die Experten von insgesamt 22.828 Erkrankten aus. 9152 Menschen sind bisher an der Seuche gestorben. Seit Jahresanfang wurden fast 2500 neue Erkrankungen registriert. Etwa 1200 Menschen starben in den vergangenen sechs Wochen an Ebola.

Zu möglichen Gründen für den zwischenzeitlichen Rückgang der Zahl der Ebola-Neuinfektionen äußerte sich die WHO nicht. Gegen die durch Viren ausgelöste fiebrige Tropenkrankheit existieren noch keine zugelassenen Heil- und Impfstoffe. Erste Tests laufen aber bereits.

wl/SC (dpa, afp, rtr, epd)