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Urteil: Porsche hat Hedgefonds nicht betrogen

17. März 2014

Der Autobauer Porsche muss keinen Schadensersatz in Milliardenhöhe an US-Hedgefonds zahlen. Das hat das Landgericht Stuttgart entschieden. Die Bekanntgabe der Übernahme von VW sei legal abgelaufen.

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Porsche Volkswagen VW
Bild: AP

Porsche sei keine vorsätzlich sittenwidrige Schädigung der Hedgefonds während der Überahmeschlacht um den deutschen Autobauer Volkswagen (VW) nachzuweisen, so das Urteil.

Für den Porsche ging es bei dem Prozeß um 1,36 Milliarden Euro. Auf diese Summe hatten amerikanische Hedgefonds, darunter Glenhill Capital und Viking, den VW-Großaktionär verklagt. Ihr Vorwurf: Porsche habe die Übernahme von VW bereits im Frühjahr 2008 geplant, sie allerdings erst im Herbst öffentlich gemacht.

Bewusste Täuschung oder normales Börsengeschäft?

Dadurch seien verlustreiche Aktiengeschäfte zustande gekommen, die sie mit den fehlenden Informationen nicht eingegangen wären. Jene Anleger, die auf sinkende Kurse bei VW gesetzt hatten, hatten durch frühzeitige Verkäufe viel Geld verloren - denn nach Bekanntgabe der Übernahme schossen die Kurse in die Höhe. Sie fühlten sich deshalb von Porsche während der Übernahmeverhandlungen bewusst getäuscht und reichten Klage ein.

VW-Logo hinter Porsche-Schlüsselanfänger. Foto: Peter Steffen/dpa
Die Übernahme brachte Porsche gleich mehrere Rechtsstreitigkeiten einBild: picture-alliance/dpa

Porsche hatte die Vorwürfe während des gesamten Prozesses, der neben Stuttgart auch in Braunschweig und Hannover geführt wurde, konsequent bestritten. Ein Sprecher bezeichnete das Urteil als "wichtigen Etappensieg". Noch lassen die klagenden Fonds offen, ob sie in Revision gehen.

js/ul (rtr, dpa)