Unklare Krankheit bei kanadischem Diplomat | Aktuell Welt | DW | 29.11.2018
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Kanada und Kuba

Unklare Krankheit bei kanadischem Diplomat

Erneut erkrankt ein kanadischer Diplomat in Kuba. Schon vor zwei Jahren sorgten ähnliche Vorfälle für Rätselraten: Diplomaten aus den USA und Kanada mussten wegen mysteriöser Krankheitssymptome ausgeflogen werden.

Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme und Schwindel. Die Beschwerden der erkrankten Personen gleichen am ehesten denen nach einer Gehirnerschütterung. Kanada bestätigt nun den 13. Fall eines mysteriös erkrankten Diplomaten. Die beeinträchtigten Kanadier sind Mitarbeiter der Botschaft in Havanna. Auch einige ihrer Familienmitglieder leiden an dieser unbekannten Krankheit.

Die zuständige Regierungsbehörde "Global Affairs Canada" teilte mit, die Vorfälle zu untersuchen. Sie erlaubt dem diplomatischen Personal, den Karibikstaat zu verlassen und nach Kanada zu fliegen, wenn der Wunsch bestehe. "Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurde keine Ursache identifiziert", schrieb die Regierungsbehörde in einer Stellungnahme. Deshalb würde eine kanadische Delegation in die Hauptstadt Kubas reisen, um weitere Risiken abschätzen zu können. 

Kuba Havanna Botschaft Kanada (picture-alliance/AP Photo/D. Boylan)

Besucher der kanadischen Botschaft warten vor dem Eingang in Havanna (April 2018)

USA untersuchte Fälle

Seit November 2016 erkrankten insgesamt 25 US-Botschaftsmitarbeiter an mysteriösen Leiden. Einige der Betroffenen hatten dauerhaft ihr Gehör verloren. Andere Symptome seien Tinnitus, Kopfschmerzen, Schwindel und Schlafstörungen gewesen, berichtete die Washington Post. Die Regierung in Washington zog daraufhin die Hälfte ihres diplomatischen Personals aus Havanna ab, weil ihrer Ansicht nach der Schutz für ihre Diplomaten nicht mehr gewährleistet sei.

Die USA machten die kubanische Regierung für die Symptome verantwortlich, deren Ursachen nie wirklich geklärt werden konnten. Die Behörden des kommunistischen Karibikstaates fanden nach eigenen Angaben keine Hinweise dafür, dass US-Diplomaten Ziel von derartigen Angriffen geworden sein könnten. Auch Kanada zog zehn Mitarbeiter aus Kuba wegen ähnlicher Beschwerden ab.

Die Studie: DiplomatsMystery Illnesskam zum Schluss, dass die Symptome mit gepulsten Radio- oder Mikrowellen erklärbar sind. Woher diese kamen, ist aber unklar.

ni/mak (ap, dpa)

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