UN kündigen Waffenstillstand in Libyen an | Aktuell Nahost | DW | 04.09.2018
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Bürgerkrieg

UN kündigen Waffenstillstand in Libyen an

Rivalisierende Milizen hatten die Gegend um die Hauptstadt Tripolis in ein Schlachtfeld verwandelt. Auch der Flughafen musste geschlossen werden. Jetzt wurde eine Einigung unterzeichnet. Doch ob sie hält, ist offen.

Libyen Unruhen in Tripolis (Getty Images/AFP/M. Turkia)

Zerstörter LKW nach dem Einschlag einer Mörsergranate in Tripolis am Donnerstag

Die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Libyen (UNSMIL) hat die Unterzeichnung einer Waffenruhe zwischen den bewaffneten Gruppen nahe der Hauptstadt Tripolis bekannt gegeben. Das Abkommen kam demnach unter der Schirmherrschaft des UN-Gesandten für Libyen, Ghassan Salamé, zustande. Damit sollten "alle Feindseligkeiten beendet, die Zivilisten geschützt und öffentliches sowie privates Eigentum gesichert werden", hieß es.

Noch ist unklar, ob sich alle Konfliktparteien an den Waffenstillstand halten. Die Vereinbarung sieht auch vor, den Mitiga-Flughafen wieder zu eröffnen. Er war wegen der anhaltenden Kämpfe am Freitag geschlossen worden. Die international anerkannte Regierung hatte am Donnerstag den Notstand für Tripolis ausgerufen. Seit dem Beginn der Kämpfe zwischen den Milizen wurden nach Behördenangaben mindestens 50 Menschen getötet und mehr als 130 verletzt, die meisten davon Zivilisten.

Konkurrierende Regierungen

Seit dem Sturz des früheren Machthabers Muammar al-Gaddafi im Herbst 2011 herrscht Chaos in Libyen. Bewaffnete Milizen haben die Kontrolle über weite Teile des nordafrikanischen Landes. Die von den UN unterstützte Einheitsregierung in Tripolis verfügt nur über begrenzten Einfluss. Ihr steht eine zweite Regierung in Tobruk im Ostteil des Landes gegenüber, die mit Gewalt um die Macht ringt.

jj/kle (afp, rtr)

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