UN fordern Entlastung griechischer Flüchtlingslager | Aktuell Europa | DW | 31.08.2018
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Migration nach Europa

UN fordern Entlastung griechischer Flüchtlingslager

Erbärmliche Zustände hat das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen in den überfüllten Camps für Flüchtlinge und Migranten in der Ägäis ausgemacht. Asylanträge müssten schneller bearbeitet werden.

Griechenland Flüchtlingslager (Getty Images/AFP/L. Gouliamaki)

In dem Lager Moria auf Lesbos leben 7000 Menschen, ausgelegt ist es für 2000

Flüchtlinge wie Migranten lebten unter schmutzigen und unangemessenen Bedingungen. Die Stimmung auf der Insel Lesbos sei am Siedepunkt, so das UNHCR. Im Lager Moria zum Beispiel lebten derzeit 7000 Menschen, obwohl nur Platz für 2000 sei, sagte ein Sprecher des UN-Hochkommissars für Flüchtlinge.

"Wir machen uns besonders Sorgen wegen der unangemessenen Sanitäranlagen, Konflikten zwischen frustrierten Gruppen, zunehmender sexueller Belästigung und Gewaltausbrüchen sowie die zunehmende Notwendigkeit für medizinische und psycho-soziale Versorgung." Das UNHCR forderte die Regierung in Athen auf, Asylanträge schneller zu prüfen und die Menschen schneller auf das Festland zu bringen.

Griechenland Proteste auf Lesbos (picture-alliance/dpa/P. Giannakouris)

Es brodelt in der Bevölkerung: Protest der Einwohner von Lesbos im Mai gegen überfüllte Lager

Ein Bürgermeister auf Lesbos hatte dieser Tage bereits einen Brandbrief an die Regierung in Athen geschrieben, der in der griechischen Presse veröffentlich wurde. Darin warnte er, die Geduld der Einwohner habe wegen erhöhter Kleinkriminalität "ihre Grenzen erreicht". Es drohe eine soziale Explosion.

Nach offiziellen Angaben befinden sich gegenwärtig mehr als 19.000 Migranten und Flüchtlinge auf den fünf Ägäis-Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos. Allein auf Lesbos harren fast 10.500 Migranten und Flüchtlinge in mehreren Lagern aus - bei einer Bevölkerung von etwa 86.000 Menschen. Immer wieder kommt es zu Ausschreitungen im größten Lager von Moria, aber auch zu Zwischenfällen mit den Anwohnern.

uh/rb (dpa, rtr, afp)

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Flüchtlingsrücknahme mit Griechenland vereinbart (17.08.2018)

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