UN-Experte Kartas ″in Sicherheit″ | Aktuell Deutschland | DW | 22.05.2019
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Nach Haftentlassung in Tunesien

UN-Experte Kartas "in Sicherheit"

Der vor rund zwei Monaten wegen Spionageverdachts in Tunesien festgenommene UN-Experte Moncef Kartas ist zurück in Berlin. Der Diplomat war am Dienstag aus dem Gefängnis entlassen worden.

NEU Moncef Kartas, UN-Experte für Waffenschmuggel (AFP/Family Handout)

Moncef Kartas (Archiv)

Moncef Kartas sei wieder zu Hause in der deutschen Hauptstadt, sagte UN-Sprecher Stephane Dujarric in New York. Der Diplomat sei "in Sicherheit" und Deutschland "sehr erleichtert", erklärte auch der deutsche UN-Botschafter Christoph Heusgen.

Ein tunesisches Gericht hatte gestern entschieden, Kartas auf Kaution freizulassen. Er war am 26. März bei der Einreise nach Tunesien festgenommen worden. Der Vorwurf: Spionageverdacht. Ein Anti-Terror-Gericht erließ Haftbefehl . Die Vereinten Nationen und die Bundesregierung vertraten die Ansicht, dass Kartas als UN-Mitarbeiter diplomatische Immunität genieße. Diese Ansicht teilte Tunesien jedoch nicht.

Geheime Informationen illegal weitergegeben?

Kartas ist Mitglied des Expertenrates der UN, der das Waffenembargo gegen Libyen untersucht. Die tunesischen Behörden warfen ihm und einer weiteren Person die illegale Weitergabe geheimer Informationen vor. Nach seiner Freilassung war zunächst unklar, ob er ausreisen darf oder sich weiter vor Gericht verantworten muss.

Im UN-Sicherheitsrat in New York betonte Deutschland nach Angaben des Auswärtigen Amtes noch einmal, wie wichtig die Überwachung des Waffenembargos für Libyen sei. Die illegalen Waffenlieferungen verschlimmerten die humanitäre Lage. In Tunesiens Nachbarland Libyen kämpfen nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi zahlreiche Milizen um die Vorherrschaft.

se/gri/rb (dpa, afp, ap, rtr)

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