Uli Hoeneß tritt als Bayern-Präsident zurück | Sport | DW | 29.08.2019
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Bundesliga

Uli Hoeneß tritt als Bayern-Präsident zurück

Das Gerücht hielt sich schon seit längerer Zeit, nun ist es amtlich: Bundesliga-Rekordmeister FC Bayern München bekommt einen neuen Präsidenten. Amtsinhaber Uli Hoeneß zieht sich zurück - aber nicht ganz.

In drei Monaten läuft die Amtszeit von Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern München offiziell aus - und es wird seine letzte gewesen sein. Der Ex-Fußballprofi wird nicht erneut für das höchste Amt in Deutschlands erfolgreichstem Bundesligaverein kandidieren, mit dem Hoeneß seit vier Jahrzehnten verbunden ist.

Wie der deutsche Rekordmeister mitteilte, will der 67-Jährige auch den Vorsitz im Aufsichtsrat niederlegen. Ganz gehen wird Hoeneß aber nicht: Er möchte weiterhin Mitglied des Aufsichtsrates bleiben. Bis 2023 will er dem Kontrollgremium angehören.

Die persönliche Entscheidung habe er am Ende eines "langen Prozesses" getroffen, hatte Hoeneß schon zuvor gesagt. Er hatte zunächst am Mittwoch seine Präsidiumskollegen informiert, jetzt teilte er seinen Entschluss dem Aufsichtsrat offiziell mit. Als sein Nachfolger an der Vereinsspitze wurde der frühere Adidas-Chef Herbert Hainer vorgeschlagen. Der 65-Jährige fungiert aktuell bereits als Hoeneß' Stellvertreter im Aufsichtsrat.

Goldene Ära

Hoeneß war nach seinem frühen Karriereende als Spieler aufgrund einer schweren Knieverletzung seit 1979 als Manager für die Bayern verantwortlich. Er führte den Verein zunächst an die Spitze des deutschen Fußballs und baute ihn dann zur Weltmarke auf. Unter seiner Ägide - zunächst bis 2009 als Manager, danach als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender - gewann der FC Bayern 20 Deutsche Meisterschaften, dazu elf Mal den DFB-Pokal und zweimal die Champions League.

Unterbrochen wurde diese "goldene Ära" durch eine Haftstrafe, die Hoeneß als verurteilter Steuerhinterzieher von Juni 2014 bis Februar 2016 in der Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech verbüßte. Nach seiner Haft kehrte er als Bayern-Präsident zurück. Nun endet seine Präsidentschaft im November.

AR/ste (dpa, sid)

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