Ukraine: Ins Koma geprügelter Journalist tot | Aktuell Europa | DW | 20.06.2019
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Pressefreiheit

Ukraine: Ins Koma geprügelter Journalist tot

Anfang Mai wurde der Enthüllungsjournalist Wadim Komarow von Unbekannten bewusstlos geprügelt. Jetzt ist er laut dem Chef seines Journalistenverbands gestorben. Für ihn hängt Komarows Tod mit dessen Arbeit zusammen.

Der ukrainische Investigativjournalist Wadim Komarow ist nach Angaben eines Weggefährten an den Folgen eines Gewaltverbrechens gestorben. Sergej Tomilenko, der Vorsitzende des ukrainischen Journalistenverbands, schrieb bei Facebook von einem "weiteren Mord an einem Journalisten in der Ukraine". Das einzige Motiv für den Angriff könne die berufliche Tätigkeit Komarows sein. Er hatte unter anderem Korruption aufgedeckt.

Anfang Mai war Komarow vor seinem Haus in der zentralukrainischen Stadt Tscherkassy von Unbekannten bis zur Bewusstlosigkeit brutal zusammengeschlagen worden, unter anderem trafen ihn mehrere Schläge am Kopf. Nach einer Notoperation fiel Komarow ins Koma. Die Tat ist bislang nicht aufgeklärt, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa forderte bereits kurz nach dem Angriff gründliche Untersuchungen. 2016 soll schon einmal auf Komarow geschossen worden sein.

Kein Einzelfall

In der Ukraine werden Journalisten immer wieder Ziel von Gewalttaten. Tomilenko erinnerte in seinem Post an den Fall des aus Weißrussland stammenden Pawel Scheremet, der 2016 durch eine Autobombe im Stadtzentrum von Kiew getötet worden war. Ein Jahr zuvor war der russlandfreundliche Publizist Oles Busina erschossen worden. Beide Morde sind bis heute nicht aufgeklärt.

ehl/stu (dpa)

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