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UEFA führt Torlinientechnik ein

22. Januar 2016

Ab sofort soll es auch bei Fußball-Europameisterschaften und in der Champions League keinen Zweifel mehr geben, ob ein Ball drin ist oder nicht. Die UEFA entspricht damit dem Wunsch vieler Klubs und dem der Referees.

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Torlinientechnik Hawk Eye mit Sensoren im Torpfosten (Foto: dpa)
Bild: picture-alliance/dpa

Bei der Fußball-Europameisterschaft im kommenden Sommer (10. Juni bis 10. Juli) können die Unparteiischen auf die Torlinientechnik zurückgreifen. Das entschied das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in Nyon. Das Hilfsmittel für die Schiedsrichter soll ebenfalls ab der Play-off-Runde der Champions League 2016/17 zum Einsatz kommen. Zudem werde ein Einsatz in der Europa League geprüft. "Wir haben uns einstimmig dafür entschieden", sagte UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino: "Das wird jeden Zweifel über die Frage nach Tor oder Nicht-Tor beseitigen. Wir müssen in die Zukunft schauen." Der Systemlieferant steht allerdings noch nicht fest.

In der Bundesliga überwacht seit der laufenden Saison das britische Kamerasystem "Hawk Eye" die Tore, bei der WM 2014 in Brasilien hatte der Weltverband FIFA das deutsche GoalControl-System eingesetzt. Auch in England, Italien (beide Hawk Eye) und Frankreich (GoalControl) wurde die technische Unterstützung für die Schiedsrichter bereits eingeführt. Die UEFA hatte bislang lediglich auf zusätzliche Referees hinter den Toren gesetzt.

Die Mehrheit der Aktiven und der Unparteiischen befürwortet die Einführung der technischen Hilfe. Kompliziert könnte es allerdings für die Klubs werden, die in der Liga mit dem einen System arbeiten, dann für die Europapokalspiele aber ein zweites System einbauen müssten.

asz/tk (sid)