Uber gibt in Südostasien auf | Wirtschaft | DW | 26.03.2018
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Wirtschaft

Uber gibt in Südostasien auf

Der US-Fahrdienstvermittler Uber verkauft sein Geschäft der Region an die Konkurrenz. Für Uber ist es bereits der zweite Rückzug aus einem asiatischen Markt und beschleunigt die Konsolidierung dort.

Der US-Konzern Uber verkauft sein Südostasien-Geschäft an den dortigen Konkurrenten Grab und erhält dafür 27,5 Prozent an der so entstehenden Firma, teilten die beiden Unternehmen am Montag mit.

2016 hatte Uber sein China-Geschäft an den dortigen Rivalen Didi Chuxing abgegeben und dafür ebenfalls eine Beteiligung erhalten.

Noch im Februar hatte Uber-Chef Dara Khosrowshahi bei einem Besuch in Indien angekündigt, sein Unternehmen werde weiter aggressiv in der Region Südostasien investieren, auch wenn dort Verluste drohten.

Großer Markt

Gemeint sind damit die Länder, die sich südlich von China und östlich von Indien befinden, darunter Thailand, Vietnam, Indonesien, die Philippinen und Singapur. In dem schnell wachsenden Wirtschaftsraum leben 640 Millionen Menschen.

Indonesien Streik der Taxi Fahrer in Jakarta (Reuters/Beawiharta)

Taxifahrer in Jakarta protestieren im März 2016 gegen Uber und Grab

Der Verkauf des Geschäfts an Grab markiert den ersten größeren Konsolidierungsschritt in dem hart umkämpften Markt und erhöht den Druck auf den indonesischen Rivalen Go-Jek, der von Google und dem chinesischen Tencent-Konzern unterstützt wird.

Uber und Grab vermitteln Fahrgäste an Privattaxis - ein Geschäftsmodell, das in vielen Ländern umstritten ist. Beide Firmen haben Milliardensummen von internationalen Investoren erhalten, mit denen sie ihre Marktanteile steigern wollen. Ein großer Aktionär von Grab ist der japanische Mischkonzern Softbank, der zuletzt auch Milliarden in Uber investiert hatte.

bea/hb (rtr)

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