Trump trennt sich von Secret-Service-Chef | Aktuell Amerika | DW | 08.04.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

USA

Trump trennt sich von Secret-Service-Chef

US-Präsident Trump räumt an der Spitze des Heimatschutzministeriums weiter mächtig auf. Einen Tag nach dem Rücktritt von Ministerin Nielsen muss jetzt auch der Leiter der US-Sicherheitsbehörde, Randolph Alles, gehen.

Randolph Alles US-amerikanischer Regierungsbeamter (picture-alliance/AP Images/D. Goldmann)

Stolperte Randolph "Tex" Alles über eine mysteriöse Chinesin, die sich auf das Trump-Anwesen eingeschleust hatte?

Die Bekanntgabe des Abgangs von Randolph "Tex" Alles kommt zehn Tage nach der Festnahme einer chinesischen Staatsbürgerin, die sich unter falschen Angaben Zugang zum Luxusanwesen Mar-a-Lago von US-Präsident Donald Trump in Florida verschafft hatte. Laut offiziellen Angaben hatte die Frau neben anderen verdächtigen Dingen Schadsoftware bei sich. Trump äußerte nach dem Vorfall keinerlei öffentliche Kritik am Secret Service, stattdessen lobte er den Dienst für seine "fantastische Arbeit".

Das Weiße Haus in Washington gab Alles' Rücktritt bekannt, ohne Gründe hierfür zu nennen. Alles selbst widersprach der These, er sei gefeuert worden und beschrieb den Personalwechsel als Teil eines "geordneten Prozesses" an der Spitze des Ministeriums. Er sei bereits vor Wochen über entsprechende Veränderungen informiert worden. 

Der Secret Service, der dem Heimatschutzministerium untergeordnet ist, ist unter anderem für den Schutz des US-Präsidenten und seiner Familie, von Präsidentschaftskandidaten sowie von ausländischen Staatsoberhäuptern während ihrer Besuche in den USA verantwortlich.

"Alles hat einen großartigen Job gemacht"     

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, würdigte den "großartigen Job", den Alles in den vergangenen zwei Jahren an der Spitze der Behörde gemacht habe. Neuer Direktor des Secret Service soll nach ihren Angaben James Murray werden, der bereits für den Dienst arbeitet. Er übernimmt das Amt demnach im Mai.

El Salvador PK Kirstjen Nielsen in San Salvador (Reuters/J. Cabezas)

Auch sie musste gehen: Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen

Unliebsame Mitarbeiter werden aussortiert     

Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen hatte am Sonntag ihren Rücktritt eingereicht, laut US-Medienberichten erfolgte dies auf Druck des Präsidenten. Der Sender CNN berichtet, weitere Mitarbeiter des Heimatschutzministeriums dürften bald ebenfalls ihre Jobs verlieren. Der Sender zitiert einen ungenannten Regierungsmitarbeiter, wonach unliebsame Beschäftigte in der Behörde "nahezu systematisch" aussortiert würden.

Die "Washington Post" führt die Personalveränderungen auf den wachsenden Einfluss des Trump-Beraters Stephen Miller zurück. Die Zeitung schreibt, Trump habe dem Hardliner auch die Verantwortung für Migrationsthemen übertragen.

se/wa (rtr, ap, dpa, afp)