Trump rechnet mit sehr vielen Coronavirus-Toten | Aktuell Amerika | DW | 05.04.2020
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COVID-19

Trump rechnet mit sehr vielen Coronavirus-Toten

Die USA sind mit Abstand das Land mit den meisten Corona-Infektionen. Präsident Trump schwört die Vereinigten Staaten auf zwei extrem harte Wochen im Kampf gegen die Pandemie ein. Es werde eine "sehr schreckliche Zeit".

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Trump schwört USA auf harte Zeiten ein

"Wir kommen auf eine Zeit zu, die sehr schrecklich sein wird", sagte Donald Trump bei einem Pressebriefing mit Reportern im Weißen Haus. "Es wird viele Tote geben", betonte der US-Präsident. "Wir haben wahrscheinlich noch nie solche Zahlen gesehen. Vielleicht während des Krieges, während des Ersten oder Zweiten Weltkrieges." Die kommende und die darauffolgende Woche würden vermutlich die schlimmsten sein.

USA Präsident Donald Trump Coronavirus Pressekonferenz (Reuters/J. Roberts)

US-Präsident Trump hat keine positiven Nachrichten

Die USA haben die weltweit höchste Anzahl bekannter Fälle von COVID-19. Mehr als 311.000 Menschen sind nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore positiv getestet worden. Mehr als 8400 Menschen starben bislang an dem Coronavirus.

Coronavirus USA Seattle provisorisches Krankenhaus (AFP/Getty Images/K. Ducy)

Provisorische Behandlungsräume in Seattle

Künftig 2600 Tote pro Tag?

Experten rechnen für die kommenden zehn Tagen mit einem weiteren Anstieg der Opferzahlen, trotz der teils strengen Ausgangsbeschränkungen und anderer Maßnahmen, die in den USA zuletzt ergriffen wurden. Trumps Beraterin Deborah Birx verwies nochmals auf eine Modellrechnung, wonach die Zahl der Toten bis Mitte April auf rund 2600 pro Tag steigen könnte. Dem Modell des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle zufolge würde sich die Opferzahl bis Ende April auf rund 70.000 erhöhen und sich ab Juni bei etwa 90.000 Toten in den USA stabilisieren. Bislang gibt es weltweit - inklusive stark betroffener Länder wie Italien und Spanien - rund 65.000 Tote infolge der neuartigen Lungenkrankheit. Medizinexperten des Weißen Hauses schließen nicht aus, dass bis zu 240.000 Menschen in den USA der Pandemie zum Opfer fallen könnten.

USA New York Coronavirus Maimonides Medical Center (picture-alliance/Photoshot/M. Nagle)

Im Sekundentakt fahren Krankenwagen vor dem Maimonides Medical Center in Brooklyn vor

Der Ostküstenstaat New York und die gleichnamige Metropole sind derzeit am schlimmsten von COVID-19 betroffen. Dort gab es bislang rund 113.000 bekannte Infektionen und rund 3600 Tote. Gouverneur Andrew Cuomo erklärte, es werde händeringend daran gearbeitet, sich auf den bevorstehenden Höhepunkt der Epidemie vorzubereiten. "Je mehr Zeit wir haben, die Kapazität des Systems zu verbessern, desto besser", sagte er vor Journalisten. Er hoffe, dass New York die Pandemie dank der ergriffenen Schutzmaßnahmen bald überstehen werde. "Ich will, dass das alles vorbei ist", sagte Cuomo.

se/ack (rtr, ap, dpa)

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