Trump plant die nächsten Strafzölle gegen China | Aktuell Welt | DW | 15.09.2018
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Handelsstreit

Trump plant die nächsten Strafzölle gegen China

Dass sich die Lage entspannt, war nicht zu erwarten. Doch nun erwägt der US-Präsident nach Medienberichten, eine neue Phase im Streit mit China einzuleiten. Es bleibt bei "America first". Peking dürfte darauf antworten.

Peking Donald Trump Xi Jinping (Getty Images/AFP/N. Asfouri)

Hinter den Wimpeln ihrer Länder: US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi beim Treffen im November in Peking

Im Handelsstreit zwischen den USA und China will US-Präsident Donald Trump laut Medienberichten seine Drohungen wahr machen und den Konflikt drastisch verschärfen. Das "Wall Street Journal" und die "New York Times" berichteten unter Berufung auf hochrangige Kreise, Trump habe beschlossen, Sonderzölle auf chinesische Güter im Wert von 200 Milliarden Dollar zu verhängen. Dies wolle er in wenigen Tagen verkünden. Das "Wall Street Journal" schrieb, eine solche Ankündigung sei vermutlich am Montag oder Dienstag zu erwarten.

Drohkulissen

Gegenwärtig sind US-Sonderzölle auf chinesische Waren im Wert von 50 Milliarden Dollar in Kraft. Trump hatte bereits vor längerer Zeit angedroht, dies in einem zweiten Schritt zu erweitern. Das nun genannte Volumen würde etwa die Hälfte aller jährlichen Importe aus China in die USA betreffen. Die Regierung in Peking wiederum hatte angekündigt, auf diese Zölle mit Gegenmaßnahmen zu reagieren.

Vor gut einer Woche hatte Trump die Drohkulisse gegenüber China noch mal ausgeweitet und eine dritte Eskalationsstufe in Aussicht gestellt: Er drohte Peking weitere Zölle auf Waren im Wert von 267 Milliarden Dollar an. Sollte es auch dazu kommen, wären damit schließlich alle US-Importe aus China mit Sonderzöllen belegt. Den Medienberichten zufolge will Trump nun zunächst die zweite Eskalationsstufe in Gang setzen.

ml/cgn (rtr, ap)

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