Trump möchte Chinas Telekomriesen helfen | Aktuell Amerika | DW | 14.05.2018
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Handel

Trump möchte Chinas Telekomriesen helfen

Ungeachtet massiver Spannungen mit der Volksrepublik in Handelsfragen will sich der US-Präsident an der Rettung des chinesischen Technologiekonzerns ZTE beteiligen. Sein Handelsministerium wies er an, "das hinzukriegen".

Gemeinsam mit Chinas Staatschef Xi Jinping setze er sich dafür ein, dass ZTE "schnell wieder ins Geschäft" komme", schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. In China seien bereits zu viele Arbeitsplätze verloren gegangen. Das US-Handelsministerium sei angewiesen worden, einen Rettungsplan vorzulegen.

ZTE ist nach Huawei der zweitgrößte Smartphone-Hersteller Chinas. Der Konzern hatte nach eigenen Angaben seinen Betrieb weitgehend einstellen müssen, nachdem das US-Handelsministerium amerikanischen Zulieferern wie Qualcomm oder Intel für sieben Jahre verboten hatte, Bauteile oder Software an ZTE zu verkaufen. Hintergrund der Strafmaßnahmen ist ein ZTE angelasteter Verstoß gegen Iran-Sanktionen, den das Unternehmen auch eingeräumt hat.

"Große Gefahr"

Trumps Ankündigung, ZTE helfen zu wollen, stieß in den USA auch auf Kritik. Der Geheimdienstexperte der oppositionellen Demokraten im US-Repräsentantenhaus, Adam Schiff, verwies auf Warnungen, wonach ZTE-Technologie und -Handys eine "große Gefahr für die Cyber-Sicherheit" darstellten. Trump solle es "mehr um unsere nationale Sicherheit als um chinesische Jobs" gehen, twitterte Schiff.

Die USA und China befinden sich derzeit in einem massiven Handelskonflikt. Trump hatte Peking zuletzt mit Strafmaßnahmen in Form von Zöllen und anderen Handelsrestriktionen in Höhe von bis zu 150 Milliarden Dollar gedroht.

wa/ack (afp, dpa, rtr)

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