Trump hofft auf ″schweigende Mehrheit″ | Aktuell Amerika | DW | 26.07.2020
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US-Wahl 2020

Trump hofft auf "schweigende Mehrheit"

100 Tage vor der US-Präsidentschaftswahl zeigt sich der Amtsinhaber siegesgewiss - trotz schlechter Umfragewerte. Und Donald Trumps Herausforderer Joe Biden nutzt das markante Datum für einen Appell an seine Anhänger.

"Der Trump-Wahlkampf hat nach Ansicht vieler mehr Enthusiasmus als jeder andere Wahlkampf in der Geschichte unseres großartigen Landes - sogar mehr als 2016", twitterte der US-Präsident selbstbewusst. Der Wahlkampf seines demokratischen Herausforderers Joe Biden sei hingegen von "gar keiner" Begeisterung geprägt. "Die schweigende Mehrheit wird sich am 3. November zu Wort melden", zeigte sich Donald Trump zuversichtlich. "Falsche" Umfragen und "Fake News" könnten die "radikale Linke nicht retten".

Trumps Wahlkampfteam argumentiert, schlechte Umfragewerte für den Amtsinhaber seien unter anderem darauf zurückzuführen, dass Republikaner bei Befragungen unterrepräsentiert seien. Außerdem habe Trump bei den allermeisten Umfragen vor der Präsidentschaftswahl 2016 hinter seiner Kontrahentin Hillary Clinton gelegen, dann aber gewonnen.

Vorsprung für Joe Biden

Der Nachrichtensender CNN veröffentlichte derweil eine neue Umfrage, wonach Trump in drei besonders umkämpften Bundesstaaten hinter Biden liegt: Florida, Arizona und Michigan. Alle drei Bundesstaaten hatte Trump 2016 gewonnen - nun führt Biden in Florida und Arizona mit jeweils vier Prozentpunkten, in Michigan gar mit zwölf Punkten - laut CNN.

Auch in landesweiten Umfragen schneidet der 77-jährige Biden seit Wochen besser ab als der 74 Jahre alte Trump. Wegen des komplizierten Wahlsystems in den USA haben solche Befragungen aber eine sehr begrenzte Aussagekraft. Am Ende ist die Mehrheit der Wahlleute aus den Bundesstaaten für einen Sieg ausschlaggebend, nicht die Mehrheit der Wählerstimmen.

USA Joe Biden und Hillary Clinton (picture-alliance/dpa/M. Reynolds)

Trump-Herausforderer: Joe Biden (2020) und Hillary Clinton (2016)

2016 war es Trump überraschend gelungen, die drei "Swing States" Pennsylvania, Michigan und Wisconsin zu gewinnen. "Swing States" sind Bundesstaaten, in denen die Wählermehrheiten immer wieder wechseln. Selbst wenn er zwei davon in diesem Jahr verlöre, käme er auf ausreichend Wahlleute - vorausgesetzt, er kann alle anderen Bundesstaaten halten, in denen er sich 2016 durchgesetzt hatte.

Biden schrieb am Sonntag auf Twitter: "Leute, wir haben nur noch hundert Tage bis zum Wahltag. Jetzt müssen wir mehr denn je alles in unserer Macht Stehende tun, um Donald Trump zu einem Präsidenten mit nur einer Amtszeit zu machen."

wa/pgr (dpa, afp)

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