Trump heizt Streit mit Mexiko an | Aktuell Amerika | DW | 30.05.2018
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Diplomatie

Trump heizt Streit mit Mexiko an

US-Präsident Trump hat ein Fernduell mit seinem mexikanischen Amtskollegen Enrique Peña Nieto losgetreten. Es geht wieder einmal um die Finanzierung der geplanten Grenzmauer zwischen beiden Ländern.

Trump (M.) vor Anhängern in Nashville (picture-alliance/dpa/AP/M. Humphrey)

Trump (M.) vor Anhängern in Nashville

US-Präsident Donald Trump hat Mexiko erneut vorgeworfen, nicht gegen die illegale Einwanderung in die USA vorzugehen. "Sie unternehmen absolut nichts, um diese Menschen davon abzuhalten, durch Mexiko zu ziehen, von Honduras und all diesen andern Ländern ... Sie tun nichts, um uns zu helfen", sagte Trump vor Anhängern in Nashville. 

Enrique Peña Nieto (picture-alliance/Zumapress)

Enrique Peña Nieto

Er bekräftigte, eine Mauer an der Grenze bauen zu lassen. "Ich will kein Problem verursachen, aber ich sage Euch: Am Ende wird Mexiko für die Mauer bezahlen", sagte Trump

Die Antwort aus Mexiko ließ nicht lange auf sich warten. "Präsident Trump: NEIN. Mexiko wird NIEMALS für die Mauer zahlen. Nicht jetzt, niemals. Hochachtungsvoll, Mexiko (wir alle)", schrieb Staatschef Peña Nieto auf Spanisch und Englisch auf Twitter.

Trump (li) im März bei der Besichtigung von Mauer-Prototypen, von denen eines vor allem Berlinern bekannt vorkommen dürfte (Reuters/K. Lamarque)

Trump (l.) im März bei der Besichtigung von Mauer-Prototypen, von denen eines vor allem Berlinern bekannt vorkommen dürfte

Trump will an der Grenze zu Mexiko eine Mauer bauen, um Drogenschmuggel und illegale Einwanderung zu stoppen. Allerdings kommen die Pläne nicht recht voran. Bislang scheiterten sie unter anderem an der mangelnden Finanzierung. Im Kongress, wo Trump 25 Milliarden Dollar dafür beantragt hatte, wurden ihm nur 1,6 Milliarden bewilligt. 

Noch gibt es lediglich einige Prototypen in San Diego. Trump hatte seinen Anhängern stets versprochen, dass er Mexiko für das Milliardenprojekt zur Kasse bitten werde. Die Regierung in Mexiko-Stadt wies das allerdings stets weit von sich.

stu/kle (dpa, rtr)
 

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