Trump attackiert Kaepernick | Sport-News | DW | 31.08.2016
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Sport-News

Trump attackiert Kaepernick

Quarterback Colin Kaepernick von den San Francisco 49ers boykottiert die amerikanische Nationalhymne, um auf die Rassendiskriminierung in den USA aufmerksam zu machen. Jetzt reagiert Donald Trump mit deutlichen Worten.

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat Quarterback Colin Kaepernick vom NFL-Klub San Francisco 49ers, wegen seiner Weigerung bei der Nationalhymne aufzustehen, scharf attackiert. "Das ist eine ganz schreckliche Sache. Vielleicht sollte er sich ein anderes Land suchen, das besser zu ihm passt. Aber das wird er nicht finden", so Trump in der konservativen Dori-Monson-Show beim Radiosender Kiro aus Seattle.

Kaepernick bleibt demonstrativ sitzen

Der Quarterback hatte zuletzt für erhebliche Diskussionen gesorgt, weil er vor den bisherigen Saisonvorbereitungsspielen seines Teams demonstrativ sitzen geblieben war, als die Nationalhymne der USA gespielt wurde. Damit wolle er sich gegen Rassismus im Land wehren, erklärte Kaepernick. "Ich werde nicht aufstehen und stolz für eine Fahne demonstrieren, die für ein Land steht, das Schwarze und andere Farbige unterdrückt. Das ist für mich größer als der Football, und es wäre egoistisch von mir, meinen Blick abzuwenden", lautete die Erklärung des 28-Jährigen.

Sein Klub reagierte auf die Aktion gelassen und ließ dem Spielmacher auch für die Zukunft freie Wahl. "Wir erkennen das Recht eines jeden an, zu entscheiden, ob er bei dieser Zeremonie mitmachen möchte oder nicht", hieß es in einer Mitteilung der 49ers.

Derweil erhält Kaepernick prominente Rückendeckung für seine Aktion. Basketball-Superstar Kareem Abdul-Jabbar und NFL-Legende Jim Brown sind dem Quarterback zur Seite gesprungen. "Er macht nur das, was Thomas Jefferson einst bereits gefordert hatte: Er erhebt seine Stimme", sagte Abdul-Jabbar dem Nachrichtensender CNN. Auch Brown, von 1957 bis 1965 Running Back bei den Cleveland Browns, bekundete seine Unterstützung für Kaepernicks Aktion. "Ich bin zu 100 Prozent bei ihm", sagte Brown, der als einer der besten Spieler in der Geschichte des American Football gilt.

tk/asz (sid, dpa)