Tote nach Unwetter in Nordgriechenland | Aktuell Europa | DW | 11.07.2019
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Urlaubsregion

Tote nach Unwetter in Nordgriechenland

Bei schweren Hagelstürmen und einem Tornado in der Region Chalkidiki sind mehrere Touristen ums Leben gekommen. Die Unwetter folgten einer großen Hitzewelle.

"Ich habe so starke Winde noch nie erlebt", sagte der Chef des Zivilschutzes, Charalambos Stergiadis. Nach Behördenangaben hat das Unwetter im Norden Griechenlands mindestens sechs Menschen das Leben gekostet. Mehr als 60 Menschen wurden durch Stühle, Ziegelsteine, Mülltonnen und andere Gegenstände verletzt, die durch die Luft flogen.

Nordgriechenland Griechenland Unwetter (Reuters/Staff)

Vorerst keine Strandidylle mehr

Eine Frau aus Rumänien und ihr Kind starben nach Polizeiangaben, als sie von Teilen eines fortgerissenen Dachs getroffen wurden. Ein Russe und sein zwei Jahre alter Sohn wurden in einem Hotel des Badeortes Kassandra von einem Baum erschlagen. Ein tschechisches Paar kam in der nahegelegenen Gemeinde Propontida ums Leben, als sein Campingwagen von heftigen Windböen mitgerissen wurde. Nach Angaben der Hafenpolizei wurde zudem ein Fischer vermisst.

Erst Hitze, dann Sturm

Für die Region Chalkidiki südöstlich von Thessaloniki wurde der Notstand ausgerufen. Mindestens 140 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Augenzeugen sagten dem Sender ERT, der Tornado habe rund 20 Minuten gewütet. Zuvor hatten in Griechenland hohe Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius geherrscht.

Griechenland Heilige Berg Athos Kloster Panteleimon (picture-alliance/NurPhoto/N. Economou)

Kloster Panteleimon auf dem Berg Athos

Auf der Halbinsel Chalkidiki verbringen derzeit Zehntausende überwiegend aus Osteuropa stammende Touristen ihren Urlaub. Neben zahlreichen Stränden befinden sich dort der Geburtsort von Aristoteles und der Heilige Berg Athos mit seinem autonomen Mönchsstaat.

fab/AR (dpa, afp)

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