Tote bei Hauseinsturz in Kambodscha | Aktuell Asien | DW | 22.06.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Südostasien

Tote bei Hauseinsturz in Kambodscha

Mehrere Bauarbeiter sollen ums Leben gekommen sein. Weitere könnten noch unter den Trümmern liegen. Kambodscha ist eines der ärmsten Länder Südostasiens und bekannt für laxe Sicherheitsregeln und Arbeitsschutzmaßnahmen.

Der siebenstöckige Rohbau war am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) eingestürzt. Mindestens sieben Bauarbeiter sollen dabei ums Leben gekommen und 21 weitere verletzt worden sein. Mehr als 30 Menschen könnten unter den Trümmern verschüttet sein, teilte Informationsminister Khieu Kanharith unter Berufung auf Augenzeugen auf Facebook mit. Alle Opfer seien Arbeiter aus Kambodscha, die den Rohbau als Schlafplatz genutzt haben sollen, so der Minister.

Das Unglück ereignete sich im Urlaubsort Sihanoukville. Auf Fotos ist zu sehen, wie Bagger Trümmer zur Seite räumten. Der Polizeichef der Stadt, Thul Phorsda, erklärte, eine großangelegte Rettungsaktion habe begonnen, um weitere verschüttete Arbeiter zu finden. Warum das Gebäude einstürzte, ist bislang noch unklar.

Kambodscha Haus eingestürzt (Getty Images/L. Lay)

Während der Bauarbeiten: Siebenstöckige Wohnanlage fällt in sich zusammen

Das ehemalige Fischerdorf ist zu einem beliebten Ziel für westliche Rucksackreisende und inzwischen auch für wohlhabende Russen geworden. Chinesische Investoren haben einen Bauboom ausgelöst. Es gibt rund 50 Casinos in chinesischer Hand, Dutzende Hotelanlagen befinden sich im Bau. Zwischen 2016 und 2018 sollen der chinesische Staat und private Investoren rund eine Milliarde Dollar in die Region investiert haben. Auch das eingestürzte Gebäude gehöre einem chinesischen Investor, erklärte der Gouverneur der südlichen Provinz Preah Sihanouk, Yun Min. Daraus sollte eigentlich eine Wohnanlage entstehen.

pgr/ml (afp, ap)