Tote bei Bootsunglück in der Karibik | Aktuell Amerika | DW | 26.12.2013
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Aktuell Amerika

Tote bei Bootsunglück in der Karibik

Bei einem Bootsunglück in der Karibik sind 17 Flüchtlinge aus Haiti ums Leben gekommen. Ihr Boot kenterte, als es von einem Polizeischiff zu den Turks- und Caicos-Inseln geschleppt wurde.

Wie die Regierung des britischen Überseegebietes mitteilte, konnten 33 Bootsinsassen gerettet werden. Sie wurden in ein Aufnahmelager für Flüchtlinge gebracht. Unter ihnen waren auch zwölf Frauen und ein Kind. Warum das Boot der Flüchtlinge sank, ist noch unklar.

Schon das zweite Unglück binnen weniger Wochen

Schon im November war in der Region ein Flüchtlingsboot untergegangen (Artikelbild). Bei dem Unglück damals waren rund 30 Haitianer ums Leben gekommen.

Bei der Suche nach Leichen und Überlebenden vor der Küste der Insel Providenciales wurden die örtlichen Behörden von einem Helikopter der US-Küstenwache unterstützt. Nach mehreren Stunden wurde die Suche in der rauen See eingestellt, die Behörden rechneten nicht mehr mit weiteren Überlebenden. Die 33 geretteten Haitianer sollen nach Angaben der Behörden so rasch wie möglich in ihre Heimat zurückgebracht werden.

Flucht aus einem der ärmsten Länder der Welt

Jedes Jahr wagen hunderte Haitianer die gefährliche Überfahrt übers offene Meer, um der Armut in ihrer Heimat zu entkommen. Haiti gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Meist versuchen die Flüchtlinge, die Bahamas oder die USA zu erreichen. Das Unglück im November mit rund 30 Toten war nicht das einzige in der Region. So waren im Mai 2007 beim Kentern eines Flüchtlingsschiffes vor den Turks und Caicos-Inseln mehr als 60 Menschen gestorben.

haz/nis (afp, ap, dpa)