Tote bei Anschlag im Nordosten Syriens | Aktuell Nahost | DW | 26.11.2019
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Syrienkonflikt

Tote bei Anschlag im Nordosten Syriens

Die Autobombe explodierte westlich der lange zwischen türkischer Armee und Kurdenmilizen umkämpften Stadt Ras al-Ain. Nach Angaben von Beobachtern starben mindestens elf Menschen, viele weitere wurden verletzt.

Wer hinter dem Anschlag in dem Dorf Tel Halef westlich von Ras al-Ain steckt, ist noch unklar. Die Türkei macht die syrische Kurdenmiliz YPG für die Tat verantwortlich. In einer auf Twitter veröffentlichten Erklärung des Verteidigungsministeriums in Ankara ist von 17 Toten und mehr als 20 Verletzten die Rede.

Die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von elf Toten, darunter drei Zivilisten, und 28 Verletzten. Die Zahl der Toten könne aber noch steigen, erklärte die Nichtregierungsorganisation.

Syrien Krieg Grenze Türkei | Autobombe in Tel Hal (Getty Images/AFP/N. al-Khatib)

Entsetzen und Trauer in Tel Halef nach dem blutigen Anschlag

Das türkische Militär hatte Anfang Oktober zusammen mit verbündeten Rebellen eine international kritisierte Offensive in der syrischen Grenzregion gestartet und die Kurdenmilizen aus der Gegend zurückgedrängt. Rund um Ras al-Ain tobten während der Offensive die heftigsten Kämpfe.

Eine mit den USA und Russland vereinbarte Waffenruhe hatte Ende Oktober zu einer Unterbrechung der Kämpfe geführt. Die Türkei und Russland als Schutzmacht Syriens verständigten sich dann darauf, das Grenzgebiet nach einem Abzug der Kurden gemeinsam zu kontrollieren. Präsident Recep Tayyip Erdogan will dort ein bis zwei Millionen Flüchtlinge aus Syrien ansiedeln, die sich derzeit in der Türkei befinden.

Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) hatten den Nordosten Syriens zuvor mehrere Jahre lang kontrolliert. Die türkische Regierung stuft die YPG als Terrororganisation ein.

qu/rb (rtr, afp, dpa, ap)

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