Tote bei Angriff auf Kirche in Burkina Faso | Aktuell Afrika | DW | 29.04.2019
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Afrika

Tote bei Angriff auf Kirche in Burkina Faso

Bei einem Angriff auf eine Kirche in Burkina Faso sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Die Details sind noch unklar. Angela Merkel will diese Woche in den westafrikanischen Staat reisen.

Soldat in Burkina Faso (Archivbild)

Soldat in Burkina Faso (Archivbild)

Im Norden von Burkina Faso sind bei einem Angriff auf eine protestantische Kirche mindestens fünf Menschen getötet worden. Unter den Opfern sei auch der Pfarrer, berichteten lokale Medien. Mindestens zwei weitere Menschen würden vermisst.

Infografik Karte Burkina Faso mit Ouagadougou, Djibo, Silgadji

Demnach stürmten Bewaffnete die Kirche im Ort Silgadji und eröffneten das Feuer auf die Besucher des Sonntagsgottesdienstes. Über Täter und Motive gibt bisher keine Informationen. Silgadji liegt im Norden des Landes rund 60 Kilometer von der Stadt Djibo entfernt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel soll am Mittwoch eine dreitägige Reise in die Staaten Burkina Faso, Mali und Niger antreten, in denen islamistische Gruppen immer wieder Angriffe und Anschläge verüben.

In Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou sind bilaterale Gespräche mit Präsident Roch Marc Kaboré geplant. Im Anschluss soll ein Treffen mit den Staatspräsidenten der Anti-Terror-Allianz G5 stattfinden, zu der sich Burkina Faso und vier andere Sahelstaaten zusammengeschlossen haben.

Allianz gegen Dschihadismus

Die G5-Staaten haben eine gemeinsame Truppe zum Kampf gegen Dschihadisten gebildet. Bei einem Besuch Kaborés in Berlin im Februar hatten Deutschland und Burkina Faso eine engere Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus vereinbart. Merkel sagte damals eine Stärkung der deutschen Beratertätigkeit für die dortigen Sicherheitskräfte zu.

In Burkina Faso bekennt sich mehr als die Hälfte der rund 20 Millionen Einwohner zum Islam. Etwa 30 Prozent der Einwohner sind Christen, die meisten davon Katholiken.

stu/jj (afp, kna)

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