Todesschütze von Dayton ein ″Linker″? | Aktuell Amerika | DW | 07.08.2019
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USA

Todesschütze von Dayton ein "Linker"?

Er sei an "gewalttätigen Ideologien" interessiert gewesen, ermittelte das FBI. Doch anders als der Massenmörder von El Paso handelte der Killer von Dayton wohl nicht aus rassistischen Motiven.

USA Trauer nach der Schießerei in Dayton, Ohio (picture-alliance/newscom/UPI/J. Sommers II)

Trauer in Dayton, Ohio

Der Todesschütze aus Dayton im US-Bundesstaat Ohio hat sich schon seit langem für Amokläufe und "gewaltsame Ideologien" interessiert. Das hätten die bisherigen Ermittlungen ergeben, teilte die Bundespolizei FBI mit. Angaben, um welche Ideologien es sich handelt, wurden nicht gemacht. Bisher gebe es aber keine Hinweise darauf, dass er aus rassistischen Motiven das Blutbad verübt habe, betonte ein FBI-Agent.

Verbindung zur "Antifa"

Wie der amerikanische Nachrichtensender CNN berichtet, offenbarte der Todesschütze auf seinem mittlerweile gesperrten Twitterkonto eine linksradikale Gesinnung. So soll er sich auch selbst als "Linker" bezeichnet und mit der "Antifa" sympathisierende Beiträge weiterverbreitet haben.

Der 24-Jährige hatte am Samstagabend vor einer Daytoner Bar scheinbar wahllos mit einem Sturmgewehr das Feuer eröffnet. Dabei tötete er neun Menschen, darunter seine eigene Schwester. Kurz darauf wurde der Angreifer von Einsatzkräften erschossen.

USA Trauer nach Anschlag in El Paso (Getty Images/AFP/M. Ralston)

Trauer in El Paso, Texas

Rund dreizehn Stunden zuvor hatte ein Schütze in der texanischen Stadt El Paso 22 Menschen getötet, darunter auch einen deutschen Staatsbürger. In diesem Fall gehen die Ermittler von einem rassistischen Hintergrund aus.

Trump nicht willkommen

US-Präsident Donald Trump will an diesem Mittwoch sowohl Dayton als auch El Paso besuchen, was bei Anwohnern und örtlichen Politikern auf Unverständnis stieß. Kritiker werfen Trump vor, mit aggressiver Rhetorik Hass und Rassismus zu schüren.

Er werde den Präsidenten empfangen, weil es seine Pflicht sei, sagte El Pasos Bürgermeister Dee Margo. Und Nan Whaley, die Bürgermeisterin von Dayton, erklärte, sie werde Trump treffen und sagen, "wie wenig hilfreich er ist". Seine Aussagen über Waffen "waren nicht hilfreich".

wa/ust (afp, dpa, cnn.com)

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