Todesfälle durch Heizkostenexplosion? | Umwelt und Verbraucher | DW | 15.12.2008
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Umwelt und Verbraucher

Todesfälle durch Heizkostenexplosion?

Überbordende Heizkostenabrechnungen in Großbritannien, billige Ökoheizungen für Österreichs Bürger und die wegweisende Energieversorgung der Dänen – diese Themen und mehr in der Sendung.

Symbolbild Rechenstreifen Rechnung

Die Preise für Energie steigen in Großbritannien stetig

Die Häuser in Großbritannien sind eher schlecht als recht isoliert. Es wird zum Fenster hinausgeheizt, selbst das Mauerwerk gleicht energetisch oft eher einem Schweizer Käse mit vielen Löchern. Das war kein Problem, solange britisches Nordseegas unerschöpflich und vor allem billig erschien. Dass das vorbei ist, beweist nicht zuletzt die rapide angestiegene Zahl von Todesfällen durch Erkältungen. Wohlfahrtsverbände gehen davon aus, dass diese direkt auf die gestiegenen Preise zurückzuführen sind, wie Ruth Rach für Fokus Europa berichtet.

Weitere Themen der Sendung am 15.12.2008 um 22:15 UTC:

Die Beheizung von Gebäuden verschlingt viel Energie. Ein Durchschnittshaushalt in Kontinentaleuropa setzt nur fürs Heizen rund ein Drittel der von ihm verbrauchten Energie ein. Eine ganz schöne Summe, die sich aber auch radikal verkleinern lässt. Schon durch gezielte Dämmung können die Heizkosten bei älteren Häusern um 60 bis 80 Prozent gesenkt werden. Das ist ein Ansporn für Österreichs Regierung, ehrgeizige Häuserdämmung gezielt zu fördern und dabei noch die Wärmeversorgung mit regenerativen Energien weiter auszubauen. Schon jetzt wird jede zweite neue Heizanlage in Österreich mit erneuerbarer Energie versorgt - meist mit Holz-Pellets. Einer, der schon früh darauf setzte, ist Werner Ranacher, den Alexander Musik für Fokus Europa getroffen hat.

Wahre Energieverschwender sind bisher auch Groß-Kraftwerke gewesen. Zwischen 60 und 70 Prozent der eingesetzten Energie gehen in Europas Kohle- und Atomkraftwerken verloren. Anders ist die Situation in Dänemark, wo man seit den frühen 1980er Jahren auf das System der Kraftwärmekopplung setzt. Das bedeutet: Der zur Stromerzeugung notwendige Dampf geht hier nicht im Kühlturm, Meer oder Fluss verloren, sondern wird für das Fernwärmenetz genutzt. Eines der weltweit effektivsten Kraft-Wärme-Werke befindet sich vor der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Marc-Christoph Wagner hat es für Fokus Europa besucht.

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