Tigray-Rebellen erobern Weltkulturerbe Lalibela | Aktuell Afrika | DW | 08.08.2021
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Äthiopien

Tigray-Rebellen erobern Weltkulturerbe Lalibela

Die Kämpfer der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) haben die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende historische Stadt Lalibela unter ihre Kontrolle gebracht. Die Stadt sei sicher, erklärten die Rebellen.

Äthiopien Lalibela | Orthodoxe unterirdische monolithische Kirche Bete Giyorgis

Die Gotteshäuser aus Lalibela stammen aus dem 13. Jahrhundert

Die Rebellen der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) rücken weiter in die Nachbarregion Amhara vor. Jetzt hat die TPLF erstmals bestätigt, dass ihre Kämpfer die zum Weltkulturerbe der UNESCO zählende historische Stadt Lalibela unter Kontrolle haben. Die TPLF treffe "alle notwendigen Vorkehrungen", um Zivilisten und Infrastruktur zu schützen, einschließlich der berühmten Felsenkirchen. "Das Weltkulturerbe Lalibela ist derzeit sicher", heißt es in einer Erklärung.

Seit 1978 Weltkulturerbe

Die elf in Stein gehauenen Kirchen gehen auf das 13. Jahrhundert zurück und gelten als Heiligtümer der Äthiopisch-Orthodoxen Tewahedo-Kirche. 1978 wurden die Gotteshäuser im äthiopischen Bergland in die Liste der Weltkulturerbestätten aufgenommen. 

Äthiopien Lalibela

Ein Markt in Lalibela - viele Menschen in der Region sind auf der Flucht

Am Freitag hatte der Sprecher der Amhara-Region bekanntgegeben, dass die Rebellen die Stadt eingenommen hätten. Tausende Einwohner seien auf der Flucht. Seitdem herrscht Sorge, die Weltkulturerbestätte könnte beschädigt sein. Die Militärführung in der Hauptstadt Addis Abeba äußerte sich öffentlich zunächst nicht.

Jahrelange Spannungen

Die Regierung hatte in der Tigray-Region, die an die Amhara-Region angrenzt, im November eine Militäroffensive gegen die Rebellen der TPLF begonnen, die bis dahin an der Macht war. Hintergrund waren jahrelange Spannungen zwischen der TPLF und der Zentralregierung. Die Rebellenorganisation dominierte Äthiopien mehr als 25 Jahre lang, bis Regierungschef Abiy Ahmed 2018 an die Macht kam.

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USA: Welterbestätte schützen

nob/haz (dpa, kna)

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