Tiefer Einblick in fremde Galaxien: Das Star Wars Archiv | Filme | DW | 31.03.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Filmbuch

Tiefer Einblick in fremde Galaxien: Das Star Wars Archiv

George Lucas öffnet sein Archiv: Ein viele Kilo schwerer Bild- und Textband gibt Auskunft über die Geschichte der berühmten Weltraumoper "Star Wars". Das Buch selbst wird dabei zum visuellen Ereignis - im XXL-Format.

In Zeiten, in denen viele junge Menschen Filme nur noch auf einem kleinen Bildschirm anschauen, auf dem Tablett oder dem Smartphone, ist ein solches großformatiges Buch eigentlich ein Wunder. Als George Lucas' "Star Wars" 1977 in die Kinos kam, da waren die Lichtspielhäuser noch erste Adresse für Kinopremieren. Das Fernsehpublikum musste damals noch lange warten, bis ein Kinofilm auf der heimischen Mattscheibe erschien. Und die verschiedenen Videokassetten-Systeme begannen sich erst zu etablieren.

Die alten Star-Wars-Filme sieht man heute fast nur noch im Kleinformat

Heute kämpfen Netflix, Amazon und Co. um Marktanteile, die Videokassette ist längst verschwunden, das Kino versucht sich mit großen Blockbuster-Filmen zu behaupten. Die alten "Star Wars"-Episoden kann man sich auf DVD und Blu-ray anschauen - oder aber bei den verschiedenen Streaming-Portalen käuflich erwerben. Die Episoden 1 - 3 sieht man dann bestenfalls auf einem großen Fernseher. Doch das Smartphone ist bei der nachwachsenden Generation inzwischen beliebter als das "Old-School"-Medium Fernseher.

Star Wars-Produzent Gary Kurtz, Regisseur George Lucas und Autor Lawrence Kasdan (1980) (picture-alliance/Everett Collection)

George Lucas (M.) zwischen Produzent Gary Kurtz (l.) und Autor Lawrence Kasdan im Jahr 1980

Und so bietet das vom deutschen Taschen-Verlag herausgegebene voluminöse Buch "Das Star Wars Archiv", das gleichzeitig in Deutsch und Englisch erscheint, mit seinen großformatigen Fotos schon fast das prächtigere visuelle Erlebnis. Auf über 600 Seiten findet der Leser Antworten auf alles, was er wissen will - vorausgesetzt er/sie ist "Star Wars"-Fan. Für alle eingefleischten Liebhaber der amerikanischen Weltraumoper entpuppt sich der über sieben Kilo schwere Band im XXL-Format als cineastische Wundertüte.

Das Buch entstand in enger Kooperation mit Star-Wars-Schöpfer George Lucas und dessen Produktionsfirma "Lucasfilm". Der Regisseur, der mit seinem dritten Spiel-Film 1977 Kinogeschichte schrieb, hat seine privaten Archive zu Verfügung gestellt und gibt in dem Band bereitwillig Auskunft über sämtliche Details. Dass Lucas inzwischen selbst eine fast religiöse Beziehung zu seinen ersten Star-Wars-Filmen pflegt, wird schon im Vorwort deutlich, das er höchstpersönlich beigesteuert hat.

Star Wars als ganz persönliche Lebensphilosophie

"Es ist möglich, dass wir auf einer spirituellen Ebene alle in einer Weise verbunden sind, die über das Entstehen und Vergehen diverser Lebensformen hinaus fortbesteht", philosophiert Lucas dort. Was das alles mit "Star Wars" zu tun hat? Daraus kann sich der Leser auf den folgenden Seiten einen Reim machen. Lucas erzählt Herausgeber Paul Duncan alles über die Entstehung der ersten drei in den Jahren 1977-1983  entstandenen Episoden.

Für George Lucas wurden die Filme, die er dann später meist von anderen inszenieren ließ und die sich zu einem riesigen Franchise-Unternehmen entwickelten, zu einem Milliarden-Unternehmen. Im Kern, das glaubt man George Lucas gern, enthielt zumindest der Ur-Star-Wars-Film eine ganz persönliche Lebensphilosophie: "Darth Vader ist der schlechte Vater. Ben Kenobi ist der gute Vater", heißt es da, und weiter: "Krieg der Sterne entstand aus meinem Wunsch heraus, ein modernes Märchen zu machen. Durch Märchen lernen Menschen von Gut und Böse und wie man sich in der Gesellschaft verhält." Das ist dann schon fast wieder "Old School".

Zum Weiterlesen: Paul Duncan (Hrsg.): Das Star Wars Archiv, 19771983, Taschen Verlag, erschienen auf Deutsch und Englisch, 604 Seiten, ISBN 978-3-8365-63406 (engl.) und 978-3-8365-6341-3 (dt.)

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links