Thunberg mit wenig Anziehungskraft | Aktuell Amerika | DW | 30.08.2019
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Klimaschutz

Thunberg mit wenig Anziehungskraft

In Deutschland und anderen europäischen Staaten gibt es seit Monaten einen regelrechten Greta-Hype. In den USA ist das Interesse an der schwedischen Klimaaktivistin offensichtlich (noch) nicht sonderlich groß.

New York City Greta Thunberg bei Protesten vor UNO (AFP/Getty Images/S. Platt)

Musste auch nach New York mit: das inzwischen berühmte Schulstreik-Schild von Greta Thunberg (M.)

Kein Greta-Hype in den Vereinigten Staaten: An einer Demo für den Klimaschutz vor dem UN-Hauptquartier in New York nahmen neben Greta Thunberg lediglich rund 100 weitere Jugendliche teil, wie Reporter berichteten. Die Gruppe war damit deutlich kleiner als bei vielen Protestaktionen dieser Art in Europa.

"Hört auf zu leugnen, dass die Erde stirbt" und "Wir sind die nächsten Wähler" riefen die jungen Demonstranten vor dem Sitz der Vereinten Nationen. "Wir sind nicht hier, um einzelne Menschen zu beschämen. Wir sind hier, um unzählige Politiker zur Rechenschaft zu ziehen", sagte eine Aktivistin. Viele von ihnen trugen selbstgemalte Banner mit Aufschriften wie "Sagt die Wahrheit. Unterrichtet die Wahrheit. Unser einziges Zuhause steht in Flammen" und "Es gibt keinen Planeten B". Thunberg hatte ihr "Schulstreik für Klima"-Schild dabei. Eine Rede hielt die 16-Jährige nicht.

New York City Greta Thunberg bei Protesten vor UN-Hauptquartier (AFP/B.R. Smith)

"Mutter Natur weint": Protest vor dem UN-Hauptquartier im Süden von Manhattan

Begleitet von etlichen Journalisten und Schaulustigen zogen die Jugendlichen anschließend einige Straßen durch die Millionenmetropole Richtung Norden - bis in einen kleinen Park.

Weitere Protestaktionen geplant

Die New Yorker Initiatorin der Demo, Alexandria Villasenor, kündigte an, bis zum großen weltweiten Aktionstag am 20. September die wöchentlichen Proteste vor dem UN-Hauptquartier fortsetzen zu wollen. Am Tag darauf findet der Jugend-Klimagipfel der Vereinten Nationen statt, am 23. September dann der UN-Klimagipfel der Staats- und Regierungschefs. Thunberg ist zu beiden Gipfeln eingeladen. Im Dezember möchte die Schwedin bei der Weltklimakonferenz in Santiago de Chile dabei sein.

Thunberg war am Mittwoch nach einer zweiwöchigen Reise auf einer Segeljacht in New York angekommen, aus Klimaschutzgründen verzichtet sie auf Flugreisen. Wie sie nach Europa zurückreisen wird, weiß die Aktivistin nach eigenen Angaben noch nicht.

wa/qu (dpa, afp)

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