Thomas Köck gewinnt Mülheimer Dramatikerpreis | Aktuell Kultur | DW | 02.06.2018
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Auszeichnung

Thomas Köck gewinnt Mülheimer Dramatikerpreis

Der österreichische Autor überzeugte die Jury mit seinem Stück "paradies spielen (abendland. ein abgesang)". Er setzte sich gegen sechs andere Stücke durch, eines davon war von einer vierfachen Preisträgerin.

Zwei Stunden lang diskutierte die fünfköpfige Jury im "Theater an der Ruhr" über die Vergabe des mit 15.000 Euro dotierten "Mülheimer Dramatikerpreises 2018". Am Ende entschieden sich die Fachleute für "paradies spielen (abendland. ein abgesang)" von Thomas Köck.

Der 32-Jährige beschreibt in dem Stück die Unmenschlichkeit der Globalisierung und die Bedrohung durch den Klimawandel. Die Jury lobte, dass der Österreicher "die großen weltbewegenden Themen hervorragend mit konkretem menschlichem Erleben" verbinde.

Elfriede Jelinek hat das Nachsehen

Köck setzte sich damit gegen sechs andere neue Theaterstücke durch, darunter "Am Königsweg" von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Die ebenfalls aus Österreich stammende Autorin hat den Mülheimer Dramatikerpreis bereits viermal gewonnen, zuletzt im Jahr 2011 für ihr Stück "Winterreise".

Mit dem Preis wird das nach Ansicht der Jury beste neue Theaterstück ausgezeichnet. Sieben jüngst uraufgeführte Stücke waren nach Mülheim eingeladen und seit dem 12. Mai bei den 43. Mülheimer Theatertagen gezeigt worden.

Der Dramatikerpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen für Theaterautoren. Er wird seit 1976 jährlich verliehen. Erster Preisträger damals war Franz Xaver Kroetz mit "Das Nest". Ebenfalls ausgezeichnet wurden unter anderem Heiner Müller, Ernst Jandl, Botho Strauß, George Tabori und Peter Handke.

mak/bru (dpa, stuecke.de)