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Nachrichten | 12.08.2020 | 15:00

Maas übergibt Soforthilfe in Beirut.

Zum Auftakt seines Besuchs in der libanesischen Hauptstadt hat Bundesaußenminister Heiko Maas den ersten Teil der deutschen Soforthilfe in Höhe von insgesamt 20 Millionen Euro überreicht. Rot-Kreuz-Mitarbeiter in Beirut bekamen einen symbolischen Scheck über eine Million Euro. Maas sah sich anschließend im Hafengelände um, wo am Dienstag vergangener Woche laut offiziellen Angaben 2750 Tonnen Ammoniumnitrat explodiert waren. Durch die Detonation wurden mehr als 170 Menschen getötet und über 6000 verletzt. Maas ermahnte die libanesische Führung, umgehend politische und wirtschaftliche Reformen einzuleiten.

Namibia lehnt Entschädigungsangebot ab.

Der namibische Präsident Hage Geingob hat das deutsche Angebot zur Wiedergutmachung von Kolonialverbrechen erneut abgelehnt. Die von der Bundesregierung vorgeschlagene Entschädigung in Höhe von zehn Millionen Euro sei "nicht akzeptabel". Seit fünf Jahren wird über eine Vereinbarung verhandelt, die neben einer offiziellen Entschuldigung Deutschlands auch Zusagen für Entwicklungshilfen enthalten soll. Zwischen 1904 und 1908 waren unter der Kolonialherrschaft des Deutschen Reiches in Süd-West-Afrika Zehntausende Angehörige der Volksgruppen Herero und Nama durch deutsche Truppen getötet worden.

Zahl der Ausweisungen gestiegen.

Die deutschen Behörden haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Ausländer ausgewiesen als 2018. Unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung", 2019 seien insgesamt 11.081 entsprechende Verfügungen ergangen. Ein Jahr zuvor waren 7408 Menschen auswiesen worden. Eine Ausweisung wird immer dann beantragt, wenn nicht-deutsche Staatsbürger mit ihrer weiteren Anwesenheit in Deutschland nach Behörden-Einschätzung die öffentliche Sicherheit und Ordnung beeinträchtigen oder gefährden.

Biden nominiert Harris als "Running Mate".

Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Joe Biden hat die kalifornische Senatorin Kamala Harris als seine mögliche Vizepräsidentin benannt. Die 55-Jährige ist selbst eine ehemalige Präsidentschaftsbewerberin und frühere Staatsanwältin. Biden hatte bereits Mitte März angekündigt, im Fall eines Wahlsiegs eine Frau zur Vizepräsidentin zu machen. Infolge der landesweiten Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt war der Druck auf Biden gewachsen, eine nicht-weiße Frau auszuwählen.

Parlament lehnt Rohani-Kandidaten ab.

Das von Erzkonservativen und Hardlinern dominierte iranische Parlament hat Präsident Hassan Rohanis Kandidaten für den Chefposten im Handels- und Industrieministerium abgelehnt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur IRNA stimmten 140 der 254 anwesenden Abgeordneten gegen Hussein Modaress Chiabani. Dieser führt das Ressort bereits seit Mai kommissarisch. Rohani muss nun innerhalb der kommenden drei Monate einen neuen Kandidaten präsentieren. Der Präsident ist wegen seiner Politik und insbesondere wegen des Atomabkommens von 2015 bei den konservativen Parlamentariern sehr unbeliebt.