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Nachrichten | 17.09.2019 | 21:00

US-Regierung sieht Iran als Ausgangspunkt der Luftangriffe.

Nach den Luftangriffen auf saudi-arabische Ölanlagen verfügen die USA nach eigenen Angaben über gesicherte Erkenntnisse für die Verantwortung des Iran. Ein Regierungsvertreter in Washington sagte, es stehe fest, dass die Attacken von iranischem Boden ausgeführt worden seien. Dabei seien auch Marschflugkörper eingesetzt worden. Laut dem "Wall Street Journal" übermittelten die USA bereits Geheimdiensterkenntnisse an Riad. Demnach sollen vom Iran aus "mehr als 20 Drohnen und mindestens zwölf Raketen" auf die Anlagen des saudi-arabischen Staatskonzerns Aramco abgefeuert worden sein.

Merkel: Deutschland steht auf Seite der Deeskalation in Golfregion.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat die Notwendigkeit einer politischen Lösung für den Iran-Konflikt betont. Das sagte sie nach einem Gespräch mit dem jordanischen König Abdullah II mit Blick auf Luftangriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien. Merkel mahnte zur Mäßigung angesichts der jüngsten Eskalation in der Golfregion. Diese hatte die Sorge vor einer militärischen Eskalation im Nahen Osten erneut befeuert. Merkel betonte außerdem bei dem Treffen mit dem jordanischen König, sie wolle den Rüstungsexportstopp gegen Saudi-Arabien fortführen. Dieser war im November 2018 verhängt worden.

Fast 50 Tote bei Anschlägen in Afghanistan.

Kurz vor der Präsidentenwahl in Afghanistan haben die Taliban bei zwei Selbstmordanschlägen mindestens 48 Menschen getötet und etwa 80 verletzt. Bei einer Wahlkampfveranstaltung von Präsident Aschraf Ghani in der Parwan-Provinz zündete ein Attentäter auf einem Motorrad eine Bombe. Mindestens 26 Menschen starben, Ghani selbst blieb unversehrt. Wenig später wurden bei einem weiteren Selbstmordattentat nahe der US-Botschaft in Kabul mindestens 22 Menschen getötet. Die Präsidentenwahl ist für den 28. September angesetzt. Die Taliban haben bereits angekündigt, Anschläge auf Stimmlokale zu verüben.

Jura-Professor und Medienmogul in Stichwahl in Tunesien.

Der Jura-Professor Kais Saied und der inhaftierte Medienmogul Nabil Karoui sind in die Stichwahl um das Präsidentenamt in Tunesien gekommen. Laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erreichte Saied im ersten Wahlgang 18,4 Prozent der Stimmen. Karoui kam als Zweitplatzierter auf 15,6 Prozent. Die Stichwahl findet im Oktober statt. Der parteipolitisch unabhängige Saied hatte sich im Wahlkampf bewusst von allen Parteien distanziert. Karoui war nur wenige Tage vor Wahlkampfbeginn wegen des Verdachts der Geldwäsche und der Steuerhinterziehung in Untersuchungshaft genommen worden.

EU-Parlament stimmt für Lagarde als EZB-Chefin.

Das Europäische Parlament hat in Straßburg mit 394 Stimmen mehrheitlich für die Französin Christine Lagarde als neue Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB) gestimmt. 206 Parlamentarier votierten gegen sie, 49 enthielten sich. Die Abstimmung ist nicht verbindlich, hat aber großes politisches Gewicht. Lagarde war bisher Chefin des Internationalen Währungsfonds und tritt im November die Nachfolge von EZB-Präsident Mario Draghi an. Sie hatte zuvor schon die Zustimmung des Wirtschaftsausschusses des EU-Parlaments erhalten.