Aktuelles | DW
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages
Die DW-Nachrichten in chronologischer Reihenfolge:

Die Hörfunk-Nachrichten der DW | 22.07.2018 | 17:00

Özil verteidigt Erdogan-Foto und greift DFB an.

Nach wochenlangem Schweigen hat Fußballnationalspieler Mesut Özil sein umstrittenes Foto mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan verteidigt. In einer Erklärung wies Özil den Vorwurf zurück, er habe Erdogan politisch unterstützen wollen. Zugleich griff der Mittelfeldspieler den Deutschen Fußball-Bund (DFB) wegen des Umgangs mit ihm in der Sache an. Der Verband habe nichts dagegen unternommen, dass einer seiner Sponsoren ihn im Zuge der Erdogan-Affäre aus seiner WM-Kampagne genommen habe. Den deutschen Medien warf Özil Rassismus vor. Er werde allein aufgrund seiner türkischen Herkunft kritisiert.

Israel bringt hunderte Syrer in Sicherheit.

Israel hat Mitglieder einer syrischen Zivilorganisation und deren Familien in einer international abgestimmten Aktion aus einem Kampfgebiet im Süden Syriens gerettet. Wie der israelische Armeerundfunk meldete, waren die rund 800 Syrer in Lebensgefahr. Sie wurden über Israel nach Jordanien gebracht, von wo aus sie auf mehrere Staaten inklusive Deutschland verteilt werden sollen. Außenminister Heiko Maas bestätigte der "Bild"-Zeitung, es handele sich um Mitglieder der Weißhelme. Der nichtstaatliche Rettungsdienst kümmert sich im Kriegsgebiet vor allem um die Bergung von Menschen aus zerstörten Gebäuden.

Ermittlungsverfahren gegen Macron-Mitarbeiter eingeleitet.

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Sicherheitsmitarbeiter des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron eingeleitet. Dem 26-Jährigen werden unter anderem Gewalttätigkeit, Amtsanmaßung und unerlaubtes Waffentragen vorgeworfen, wie Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur bestätigten. Er soll bei einem Polizeieinsatz am 1. Mai gewalttätig gegen einen Demonstranten vorgegangen sein. Die französische Opposition wirft der Regierung in der Angelegenheit Vertuschung vor. Am Montag soll Innenminister Gérard Collomb im Parlament angehört werden.

Afghanischer Vize-Präsident aus türkischem Exil zurück.

Nach 14 Monaten ist der umstrittene Vize-Präsident Afghanistans, General Abdul Rasheed Dostum, aus seinem Exil zurückgekehrt. Dostum hatte Afghanistan verlassen, nachdem die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen ihn als mutmaßlichen Drahtzieher von Geiselnahme und Folterung eines politischen Gegners eingeleitet hatte. Nach seiner Darstellung befand er sich aus medizinischen Gründen in der Türkei. Kurz nach der Ankunft in Kabul kam es am Flughafen zu einem Selbstmordanschlag. Genaue Angaben zu Toten oder Verletzten liegen noch nicht vor. Der Konvoi von Dostum wurde laut Regierungssprechern nicht getroffen.

Polnischer Justizminister kritisiert deutsche Einmischung.

Der polnische Justizminister Zbigniew Ziobro hat die obersten deutschen Richter angegriffen. Am Freitag hatten sich die Spitzen von Bundesverfassungsgericht und Bundesgerichthof (BGH) mit der Anfang Juli zwangspensionierten polnischen Gerichtspräsidentin Malgorzata Gersdorf getroffen. Sie kritisierten, Polen entferne sich immer weiter vom Rechtsstaat. Dem Sender TVP Info sagte Justizminister Ziobro nun, das seien schlechte Versuche "uns zu diktieren, wie wir unser polnisches Recht zu interpretieren und unsere Justiz zu gestalten haben".

Angeklagt in der Türkei (BR)

Angeklagt in der Türkei 01.11.2016

Acht Monate saß die deutsche Journalistin Mesale Tolu wegen Terrorpropaganda in einem türkischen Gefängnis. 2017 wurde sie freigelassen, darf das Land aber nicht verlassen. Tolu hofft auf Rechtsstaatlichkeit.