Testosteron | DokFilm | DW | 01.04.2020
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DokFilm

Testosteron

Testosteron stand lange für Aggressivität, heute gilt es eher als Motor für soziales Verhalten. Was ist dran am Mythos vom testosterongesteuerten Mann? Renommierte Forscher erklären, wie subtil das Hormon im Menschen tatsächlich wirkt.

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Wer viel Testosteron hat, dem wurde lange der Hang zum Gerangel um den ersten Platz unterstellt. Jetzt wandelt sich das Image des Sexualhormons. Anders als in der Tierwelt lässt sich die pauschale Aussage "Testosteron macht aggressiv" beim Menschen nicht bestätigen. Neueste wissenschaftliche Studien legen nahe, dass der Botenstoff tatsächlich soziales und oft selbstloses Verhalten fördert. Einer der führenden Experten auf diesem Gebiet ist der Franzose Jean-Claude Dreher aus Lyon. Er zeigt uns in seinen Laborversuchen, dass Testosteron nicht aggressiv macht, sondern Männer strategisch handeln lässt. Wer mehr Testosteron hat, behandelt andere freundlicher, um seinen eigenen Status zu stärken. Der britische Verhaltenspsychologe Simon Baron Cohen beweist, dass Testosteron schon im Mutterleib festlegt, wie männlich oder weiblich wir werden. Und sein Kollege Oliver Schultheiss aus Erlangen hat herausgefunden, wie wir unter dem Einfluss von Testosteron besser lernen können.