Terrorverdacht: Frau sticht mit einem Messer zu | Aktuell Europa | DW | 24.11.2020
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Schweiz

Terrorverdacht: Frau sticht mit einem Messer zu

In einem Einkaufszentrum im schweizerischen Lugano hat eine Frau zwei Passantinnen angegriffen. Die Bundesanwaltschaft geht nach ersten Erkenntnissen von einem mutmaßlichen terroristisch motivierten Angriff aus.

Menschen laufen verschreckt aus der Manor-Filiale in Lugano im schweizerischen Kanton Tessin. Laut Augenzeugenberichten hat eine Frau im sechsten Stockwerk nahe der Kasse eine unbeteiligte Einkäuferin angegriffen. Sie würgte sie. Dann, so heißt es weiter, habe die Angreiferin ein großes Messer gezückt und auf eine weitere Frau eingestochen. Sie wurde schwer verletzt. Das andere Opfer ist nach Angaben von Ärzten leicht verletzt.

Die Bundesanwaltschaft geht von einem mutmaßlichen terroristisch motivierten Angriff aus.

Die Polizei bestätigte, bei der Angreiferin, die festgenommen wurde, handele es sich um eine 28-jährige Schweizerin, die in der Region Lugano lebe.

IS-Anhängerin? 

Derzeit verfolgen die Sicherheitskräfte Hinweise, nach denen die mutmaßliche Täterin Sympathie für die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gezeigt haben soll. Nach Angaben des Kommandanten der Tessiner Kantonspolizei, Matteo Cocchi, ist sie den Sicherheitsbehörden bekannt.

Die Schweiz ist von schweren islamistisch motivierten Anschlägen wie den jüngsten in Wien, Paris und Nizza, bei den insgesamt acht Menschen ermordet wurden, bislang verschont geblieben. Doch das Land hat diverse Verdächtige identifiziert, die als Bedrohung angesehen werden, sowie Militante, die in Kriegsgebiete gereist sind.

Zwei im Zusammenhang mit der Attacke von Wien in Winterthur festgenommene Männer hatten den Attentäter im Juli besucht. Die rund 25 Kilometer nordöstlich von Zürich gelegene Stadt gilt als ein
Brennpunkt des Islamismus in der Schweiz.

se/qu (dpa, blick.ch, rtr)