Terrorverdächtiger Syrer im Landkreis Calw gefasst | Aktuell Deutschland | DW | 02.08.2018
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Extremismus

Terrorverdächtiger Syrer im Landkreis Calw gefasst

Die Bundesanwaltschaft hat in Baden-Württemberg einen 36-jährigen Syrer unter Terrorverdacht festnehmen lassen. Er soll in seiner Heimat für eine Miliz gekämpft haben, die als terroristische Vereinigung angesehen wird.

Amnesty International Bericht zu Verbrechen in Syrien-Krieg - Kämpfer Al-Nusra-Front (picture-alliance/AP Photo/Syrian Observatory for Human Rights)

Kämpfer der Al-Nusra-Front im Syrien-Krieg (Archivbild)

Der Syrer wurde im Landkreis Calw festgenommen und sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Das teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Hamad A. sei dringend verdächtig, Mitglied der syrischen Dschihadistenmiliz Dschabhat al-Nusra zu sein und gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen zu haben. Ermittler hätten auch seine Wohnung durchsucht, teilte die Anklagebehörde in Karlsruhe mit. Dschabhat al-Nusra ist auch als Al-Nusra-Front bekannt und gilt als syrische Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida. Heute tritt die Gruppe unter dem Namen Fatah al-Scham auf.

A. soll sich spätestens im Februar 2013 der ausländischen terroristischen Vereinigung Dschabhat al-Nusra angeschlossen haben. Zunächst war er den Ermittlungen zufolge als Sprengstoffexperte mit der Herstellung von Sprengsätzen beschäftigt. Später soll der Syrer die Polizei- und Justizaufgaben in der Region Tabka bestimmt haben.

In der Folge soll er selbst auch gegen die Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad gekämpft haben und dabei eine Kalaschnikow mit sich geführt haben. Im November 2013 war er laut Ermittler an der Eroberung des zweitgrößten Munitionsdepots des syrischen Regimes in der Nähe der Kleinstadt Mahin beteiligt. Ein Richter des Bundesgerichtshofs eröffnete dem Mann den Haftbefehl und ordnete Untersuchungshaft an.

kle/sti (dpa, afp, www.generalbundesanwalt.de)

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