Terroranschlag erschüttert Nordosten Nigerias | Aktuell Afrika | DW | 15.11.2017
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Islamismus

Terroranschlag erschüttert Nordosten Nigerias

In der Stadt Maiduguri haben vier Selbstmordattentäter mindestens zwölf Menschen in den Tod gerissen. In der gesamten Region verübt Boko Haram immer wieder Anschläge. Auch diese Tat trägt die Handschrift der Islamisten.

Karte Nigeria Borno Maiduguri DEU ENG

Die Region Borno liegt im Nordosten Nigerias

Am späten Nachmittag war die erste Detonation in Maiduguri zu hören. Ein Selbstmordattentäter soll sich im Vorort Muna Gari unter eine Gruppe betender Menschen gemischt und dabei sieben Personen getötet haben, berichtet der leitende Sicherheitsbeauftragte der Provinz Borno, Dello Dambatta. Drei weitere Täter, darunter zwei Frauen, sollen anschließend ihre Bomben gezündet und fünf weitere Menschen getötet haben. 22 Verletzte seien in ein Krankenhaus gebracht worden. 

Maiduguri ist die Hauptstadt der Provinz Borno, die seit mittlerweile acht Jahren immer wieder zum Ziel von Anschlägen der islamistischen Terrormiliz Boko Haram wird. Die Gruppe will in der Region einen streng islamischen Staat errichten und setzt dabei zuletzt vor allem auf Anschläge durch Einzelpersonen, die von den Sicherheitsbehörden nur schwer verhindert werden können. In dem Konflikt wurden bereits mehr als 20.000 Menschen getötet und rund 2,5 Millionen in die Flucht getrieben.

Ob auch der jüngste Anschlag auf das Konto der Islamisten geht, ist noch unklar. Bislang hat sich noch keiner zu dem Terrorakt bekannt, der jedoch die Handschrift Boko Harams trägt. Die Organisation setzt oft Frauen oder Kinder als Selbstmordattentäter ein, die teilweise zuvor als Geiseln gehalten wurden. 

djo/cgn (afp, ap, rtr)