Terrorangriff im Nordosten Kenias | Aktuell Afrika | DW | 25.10.2016
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Kenia

Terrorangriff im Nordosten Kenias

Extremisten der Al-Shabaab-Miliz haben ein Gästehaus in der Stadt Mandera überfallen. Mindestens elf Männer und eine Frau werden getötet.

Der Angriff auf das Hotel in Mandera im Nordosten Kenias erfolgte in der Nacht. Die Terroristen verschafften sich nach Angaben der Polizei mit Sprengsätzen Zugang zum Gelände. Anschließend seien sie in die Zimmer eingedrungen und hätten das Feuer auf schlafende Gäste eröffnet. Bislang wurden zwölf Leichen entdeckt. Sicherheitskräfte durchsuchten das Areal mit Hilfe von Anti-Terror-Einheiten und Spürhunden nach weiteren Opfern.

Die somalische Terrormiliz Al-Shabaab bekannte sich über den ihr nahe stehenden Sender Radio Andalus zu dem Angriff. Mandera liegt nahe der Grenze zu Somalia.

Kenia Anschlag in der Stadt Mandera (picture-alliance/dpa)

Polizei und Soldaten suchen die Umgebung ab

Zweiter Angriff binnen drei Wochen 

Es war bereits der zweite Anschlag in der Stadt im Oktober. Vor knapp drei Wochen waren Al-Shabaab-Kämpfer in einen Wohnblock in Mandera eingedrungen und hatten sechs Bewohner getötet.

Die Al-Shabaab-Miliz ist mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbunden und will in Somalia seit Jahren mit Gewalt einen islamistischen Staat errichten. Seit 2011 verübt die Miliz auch immer wieder Terroranschläge in Kenia, um sich für die Beteiligung des Landes an der Mission der Afrikanischen Union (AU) in Somalia zu rächen. Die AU-Truppen bekämpfen die Islamisten dort an der Seite der somalischen Armee. 2013 wurden bei einem Anschlag auf ein Einkaufszentrum in Kenias Hauptstadt Nairobi 67 Menschen getötet. Bei einem Al-Shabaab-Angriff auf die Universität der Stadt Garissa gab es im vergangenen Jahr 148 Todesopfer.

se/as (afp, rtr, dpa)

Die Redaktion empfiehlt