Terodde: Held der letzten Sekunde | Fußball | DW | 14.01.2018
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Bundesliga

Terodde: Held der letzten Sekunde

Mit seinem späten Treffer gegen Gladbach wird Neuzugang Simon Terodde zum Matchwinner. Gut war seine Leistung beim Debüt für den 1. FC Köln nicht, dennoch ist er nun die personifizierte FC-Hoffnung auf den Klassenerhalt.

Kurzzeitig musste man sich ein wenig Sorgen um Simon Terodde machen. Würde der Torschütze zum Kölner 2:1-Derbysieg seinen Treffer und den daraus resultierenden Jubel unbeschadet überstehen? Sekunden nach seinem blitzsauberen Kopfballtreffer in allerletzter Sekunde wurde der 1,92 Meter große Stürmer von seinen heranstürmenden Mitspielern zu Boden gerissen und unter ihnen begraben. "Ich kann mich an die Szenen gar nicht mehr so genau erinnern", sagte Terodde hinterher lachend. "Ich glaube, da lagen zehn oder 15 Leute auf mir drauf."

Der Rückkehrer vom VfB Stuttgart war der Held des Tages, dabei waren seine zuvor absolvierten 94 Minuten und 59 Sekunden eher durchschnittlich. Terodde zeigte ein ums andere Mal, warum die Kritik, er sei zwar ein guter Zweitligastürmer aber für die erste Liga fehlten ein paar Prozent, möglicherweise nicht unberechtigt ist. In Laufduellen zog der 29-Jährige regelmäßig den Kürzeren. Gute Tormöglichkeiten hatte er bis zu seinem Treffer keine. Er habe ein unauffälliges Debüt absolviert, wäre ohne das Tor eine freundliche Beschreibung gewesen. So aber drückte er dem Spiel den (späten) Stempel auf.

Terodde-Verpflichtung als Vorgriff auf Abstieg?

"Das ist unbeschreiblich", freute sich Terodde, der wohl auch wusste, dass ihm insgesamt keine Glanzleistung gelungen war. "Besser kann man in einer neuen Mannschaft nicht ankommen." Terodde war in den vergangenen beiden Spielzeiten in der 2. Bundesliga mit jeweils 25 Treffern für den VfL Bochum und den VfB Stuttgart Torschützenkönig geworden. Vielfach war bereits vermutet worden, Köln habe den Angreifer, der bereits von 2009 bis 2011 FC-Spieler war, verpflichtet, damit er nach dem Abstieg zahlreiche Zweitligatore zum Wiederaufstieg beisteuert.

Doch das ist vielleicht gar nicht nötig. Denn dank des Sieges gegen die Gladbacher keimt in Köln wieder Hoffnung auf. Der FC hat jetzt neun Punkte auf dem Konto und nur noch sechs Zähler Rückstand auf den Hamburger SV, bei dem am kommenden Wochenende das nächste Spiel stattfindet.

Beim HSV steht mittlerweile übrigens Julian Pollersbeck im Kasten. Vergangene Saison hütete der noch das Tor des 1. FC Kaiserslautern. Und in beiden Saisonspielen des FCK gegen Stuttgart (0:1 und 0:2) hieß der Torschütze zum 1:0 für den VfB: Simon Terodde.

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